Ein Indie-Metroidvania-Klassiker, der nichts von seiner emotionalen Wucht verloren hat. Das Leveldesign ist messerscharf, der Chiptune-Soundtrack bleibt unvergesslich, und die Geschichte überrascht mit echter Melancholie. Der Switch-Port läuft tadellos.
Euer Urteil
Kategorie
Jump ’n’ Run1 Spieler7+
Beschreibung
Ein Soldat ohne Erinnerung erkundet die Höhlen einer schwebenden Insel, Heimat der bedrohten hasenartigen Mimigas. Veröffentlicht von Nicalis, weltweit 2017 erschienen. Schießen in alle Richtungen, Waffen, die aufsteigen und Energie verlieren, mehrere Enden, versteckte Geheimnisse und ein eingängiger Soundtrack.
Cave Story+ im Test
4/5
Art-Design
★★★★★
"Markant"
MAX
Musik
★★★★★
"Legendär"
2/5
Story
★★★★★
"Klassisch"
Komplett von Daisuke "Pixel" Amaya komponiert, verbindet der Chiptune-Soundtrack 8-Bit-Nostalgie mit überraschend berührenden Melodien. Jede Höhle, jedes Dorf hat sein eingängiges Thema, das stundenlang im Kopf bleibt. Die Plus-Fassung verfeinert diese Stücke, ohne ihre pixelige Seele zu verraten – wenige Kanäle genügen, um zu bewegen.
Gameplay
"Meisterhaft"
Schießen, springen, Waffen durch reines Überleben hochleveln: Alles ruht auf Zielpräzision und pixelgenauen Sprüngen, die kein bisschen gealtert sind. Das clevere Leveldesign verteilt seine Geheimnisse, ohne dich je zu verlieren, und das Zurückstufen der Waffen bei Treffern hält eine leise Dauerspannung. Ein zugängliches und gerissenes Metroidvania, das sich noch heute genauso berauschend spielt.
Spaß
"Schon in den ersten Sekunden"
Hinter den niedlichen Pixeln steckt ein Abenteuer von messerscharfer Präzision: punktgenaue Sprünge, versteckte Geheimnisse und Waffen, die mit jeder Erkundung stärker werden. Jeder Raum will durchsucht werden, und die Zuneigung zu den Figuren lädt dazu ein, diese kleine Welt mehrfach zu durchstreifen.
Hinter dem zarten Pixel-Art lauert eine harte Eskalation, und die Bosse sind ihr schlagendes Herz. Der mauerbrechende Balrog, der Core, der Doctor: Jeder zwingt ein einzuprägendes Projektilmuster und einen engen Ausweichtanz auf. Treffsicherheit und pixelgenaue Sprünge regieren, und der versteckte Endgegner bleibt eine legendäre Ausdauerprobe für jeden Wagemutigen.
Ein verkanntes Juwel
In fünf Jahren im Alleingang erschaffen, trägt dieser Plattform-Shooter eine seltene Seele. Viele übersahen ihn als bloße Retro-Hommage in der Indie-Flut. Dabei verbirgt sich darin eine erstaunlich bewegende Geschichte, getragen von dichter Erkundung, aufstufbaren Waffen und einem unvergesslichen Soundtrack. Ideal für Fans von Metroid und herzergreifenden Erzählungen.
Lohnt sich Cave Story+ 2026 noch?
Cave Story+ bringt einen Indie-Klassiker, der nichts von seiner Frische verloren hat. Ursprünglich 2004 erschienen, hält Daisuke Amayas Spiel dank präzisem Schießen und cleverem Leveldesign noch immer mit modernen Metroidvanias mit. Waffen, die aufsteigen, sich aber bei Treffern leeren, erzeugen ständige Risikospannung. Die Geschichte, tiefer als sie wirkt, führt zu mehreren Enden, die Neugier belohnen. Der Pixel-Look bleibt charmant, der Soundtrack unvergesslich. Ein idealer Einstieg ins Genre, zugänglich und raffiniert zugleich.