PS2-Adaption des Kult-PC-RPGs, das FPS und Schleichen verbindet. Der immersive Ansatz, mehrere Spielstile und die transhumanistische Cyberpunk-Sci-Fi-Geschichte bleiben faszinierend. Die Konsolentransition opfert etwas ursprüngliche Tiefe, aber die Essenz des Titels bleibt erhalten.
Euer Urteil
Kategorie
Rollenspiel1 Spieler16+
Beschreibung
Europäische 2002er-PS2-Fassung des Original-Deus-Ex von Ion Storm. Ein wegweisendes Cyberpunk-Rollenspiel, das FPS-Action, Schleichen, Hacking und moralische Entscheidungen zu einem Verschwörungsthriller des ausgehenden Jahrtausends verbindet. Die Konsolen-Portierung bleibt hinter der PC-Vorlage zurück, doch die Erzählung hat nichts von ihrer Wucht eingebüßt.
Deus Ex im Test
4/5
Art-Design
★★★★★
"Markant"
4/5
Musik
★★★★★
"Hervorragend"
MAX
Story
★★★★★
"Meisterhaft"
Deus Ex verwurzelt seine Dystopie an erkennbaren Orten, eine verstümmelte Freiheitsstatue, ein verregnetes Hongkong, die Pariser Katakomben, Area 51. Die Optik bleibt bewusst fahl, Beton, schmutziges Neon und Technik naher Zukunft, schon veraltet, wie von einer Überwachungskamera gefilmt. Überall tapezieren die Kürzel geheimer Fraktionen die Wände und erinnern an die Verschwörung, die diese Welt lenkt.
Die Musik entsteht aus kurzen Modulen, die sich je nach Ort und Situation verketten, ein Erbe der Tracker des PC-Spiels. Jedes Viertel hat sein einprägsames Thema, ohrwurmartig in Hongkong, gedämpft im UNATCO-Hauptquartier, und das Titelmotiv, eine unter tausend erkennbare elektronische Melodie, kehrt wie eine Signatur wieder. Musik, die sich zurückhält und mitgesummt wird, weit mehr als bloße Kulisse.
In eine von Verschwörungen zerfressene nahe Zukunft geworfen, entdeckt ein augmentierter Agent, dass jede Wahrheit eine weitere verbirgt, von den Illuminaten bis zu inszenierten Pandemien. Von seltener Dichte, überlässt die Erzählung dem Spieler die Wahl von Seite und Moral. Visionär, ist ihre Reflexion über Macht und Freiheit nur schärfer geworden.
Gameplay
"Hervorragend"
Spaß
"Angenehm"
Suchtfaktor
"Packend"
Schwierigkeit
"Schwer"
Spieldauer
"Riesig"
Jede Mission auf eigene Weise anzugehen – Schleichen, Gewalt oder Hacking – eröffnet ein Abenteuer, in dem jedes Problem tausend Lösungen hat. Weitläufige Level zu erkunden, sich durchzureden und seine Figur zu formen laden zu einem Durchgang ein, um alles anders zu versuchen. Diese Freiheit, gepaart mit erzählerischen Verzweigungen, verschafft dem Titel seinen Status als Referenz-Immersive-Sim.
Eine Konsolenumsetzung von Ion Storms Kult-Immersive-Sim, die Schießen, Stealth, Dialog und Verzweigungen in einem ausufernden Verschwörungsthriller verbindet. Noch verbreitet, liegt sein Interesse in diesem Status als Gründungswerk des Immersive-Sim-Genres statt in Knappheit. Ein erstklassiges Stück für alle, die ein Monument des Action-Rollenspiels auf der Konsole entdecken wollen.
Lohnt sich Deus Ex 2026 noch?
Auf PS2 2002 als Deus Ex in Europa und Deus Ex The Conspiracy in den USA erschienen, liefert Ion Storms von Nightdive portiertes Projekt die Konsolenanpassung des PC Meisterwerks von 2000. Die Mischung aus Ego Shooter, Schleichen und Rollenspiel, die Freiheit der Herangehensweise und die cyberpunk politische Erzählung installieren eine autorenbezogene Spielreferenz. Die Pad Steuerung verlangt Eingewöhnung. Klare Empfehlung für Ion Storm Devote.