Driver San Francisco ist ein einzigartiges Rennspiel, bei dem Tanner jeden Fahrer in der Stadt besitzen kann. Kreatives und freudiges Besitzkonzept, wunderschönes San Francisco. Eines der originellsten Fahrspiele auf PS3.
Euer Urteil
Kategorie
Rennspiel2 Spieler12+
Geteilter Bildschirm
Beschreibung
Open-World-Stadtrennspiel von Ubisoft Reflections, in dem Spieler einen verdeckten Detektiv verkörpern, der jedes Fahrzeug in San Francisco übernehmen kann. Veröffentlicht von Ubisoft, erschienen in Europa im September 2011. Einzigartiges Fahrerbesitznahme-System, vollständig erkundbare Stadt, abwechslungsreiche Missionen, integrierter Kinomodus und kompetitiver Online-Multiplayer.
Driver - San Francisco im Test
4/5
Art-Design
★★★★★
"Markant"
4/5
Musik
★★★★★
"Hervorragend"
4/5
Story
★★★★★
"Fesselnd"
Die Art Direction filmt San Francisco wie ein Filmset der Siebziger. In der Sonne hinabgejagte Hügel, Straßenbahnen, Nebel der Golden Gate, verchromte Karosserien echter Muscle Cars: Jede Verfolgung zitiert den Kriminalfilm der Epoche, bis in die warmen, leicht verblichenen Töne des Bildes. Die Stadt ist keine bloße Kulisse, sondern eine rollende Hommage an das Verfolgungsjagd-Kino.
Der klangliche Genuss kommt von den Insassen. Bei jedem Sprung von Körper zu Körper landet Tanner in einem besetzten Wagen, und die laufenden Gespräche kippen ins Absurde: Fahrer, die vor der eigenen, plötzlich selbstmörderischen Fahrweise in Panik geraten, Paare mitten im Streit, unerschütterliche Schwätzer. Diese zu Dutzenden geschriebenen Dialoge machen jede Besessenheit zum Sketch.
Das Herz der Erzählung ist ein Polizistenduo. Tanner und Jones, Partner seit jeher, durchqueren das Abenteuer zankend: Der eine behauptet, von Körper zu Körper zu springen, der andere weigert sich, es zu glauben, und kommentiert jede Exzentrik mit trockenem Skeptizismus. Diese Kumpelkomödie, von ständigen Dialogen getragen, gibt dem fantastischen Krimi seine Wärme und macht den ungläubigen Partner zur besten Figur des Spiels.
Driver San Francisco, die Rückkehr von Ubisofts Auto-Stunt-Reihe, geprägt von der Shift-Mechanik, die sofortiges Wechseln zwischen Fahrzeugen erlaubt, eine kühne, von der Kritik gelobte Idee. Noch verbreitet, ist das Sammlerinteresse bescheiden; die asiatische Ausgabe bleibt seltener. Ein interessantes Stück für Arcade-Rennfans der Generation, dessen Begehrtheit auf seinem originellen Konzept statt auf etabliertem Wert beruht.
Spaß zu mehreren
Arcade-Fahren mit einer irren Idee, dem Springen von einem Fahrzeug ins andere, die ebenso unberechenbare wie urkomische Mehrspielermodi speist. Der Wettkampf nimmt unerwartete Wendungen, wenn man mitten in der Verfolgung die Karosserie wechselt und den Führenden abschüttelt. Mehr auf Spaß als auf Simulation ausgelegt, sorgt es für Lachanfälle und denkwürdige Wendungen im lokalen Splitscreen.
Lohnt sich Driver - San Francisco 2026 noch?
Driver San Francisco ist eines der originellsten Fahrspiele der PS3, getragen von einem ebenso kühnen wie mitreißenden Konzept. Tanner, ins Koma gefallen, kann sich durch die Kraft des Shift von einem Fahrzeug ins andere projizieren und sofort die Kontrolle über jeden Fahrer der Stadt übernehmen. Diese Idee verwandelt Verfolgungsjagden in ein schwindelerregendes Ballett und verleiht dem Spiel eine Frische, die kaum jemand zurückgewann. Das getreu nachgebildete San Francisco bietet einen großzügigen Spielplatz. Das humorvolle Schreiben und das Rhythmusgefühl runden den Reiz ab. Ein eigenwilliges Juwel zum Wiederentdecken.