Eastwards Pixelkunst sieht 2026 noch immer prachtvoll aus, jede Endzeitkulisse steckt voller liebevoller Details. Die Bindung zwischen John und Sam trägt eine warme Geschichte, und das Spiel im Spiel Earth Born ist ein cleverer Bonus. Das Tempo zieht sich manchmal, doch die Stimmung gleicht das aus.
Euer Urteil
Kategorie
Action-Adventure1 Spieler7+
Beschreibung
Ein wortkarger Mann und ein geheimnisvolles Mädchen bahnen sich den Weg an die Oberfläche einer von einem seltsamen Übel zerfressenen Welt. Veröffentlicht von Chucklefish, weltweit 2021 erschienen. Ein Abenteuer mit Wechsel zwischen zwei Helden mit eigenen Fähigkeiten, Kämpfen, Rätseln und bemerkenswert feiner Pixelkunst.
Eastward im Test
MAX
Art-Design
★★★★★
"Ikonisch"
MAX
Musik
★★★★★
"Legendär"
4/5
Story
★★★★★
"Fesselnd"
Pixel-Art von seltener Dichte, Erbe der besten Stunden der späten 16-Bit-Ära: warme Innenräume, ausgearbeitetes Licht und Figuren voller Leben. Dieses akribische Handwerk, in dem jeder Raum eine Geschichte erzählt, schenkt der Reise sofortige Wärme.
Joel Corelitz schreibt eine Partitur, die Chiptune-Nostalgie mit organischen Texturen vermählt, ein perfektes Echo von Eastwards üppigem Pixel-Art. Gedämpft unter Tage, leuchtend an der Oberfläche, umfängt die Musik diese postapokalyptische Reise mit einer Ghibli-artigen Zärtlichkeit. Jedes Dorf hat seine Farbe, und das Ganze begleitet das Umherziehen mit nachhaltiger Sanftheit.
Seine Schönheit springt schon in der ersten Szene ins Auge, doch fast hat ihm das geschadet: Man spricht über die Pixelkunst und selten über alles, was sie trägt. Das Abenteuer wechselt zwischen zwei einander ergänzenden Helden durch eine von seltsamem Übel zerfressene Welt, mit zärtlichem, uneiligem Schreiben. Manchen etwas zu lang, genießt man es gerade wegen dieses ruhigen Takts; ein Fest für Freunde altmodischer, bis ins Detail gepflegter Odysseen.
Lohnt sich Eastward 2026 noch?
Eastward hat hervorragend Bestand. Sein Pixel-Art zählt noch immer zum detailreichsten überhaupt, mit einem Gespür für Licht und Kulissen, das bis heute beeindruckt. Die Geschichte lässt sich Zeit, manchmal zu viel, und die geschwätzige zweite Hälfte zieht sich stellenweise. Doch der Wechsel zwischen John und Sam, die klugen Dungeons und die Wärme dieser postapokalyptischen Welt machen daraus ein Abenteuer, das nichts von seinem Charme verloren hat. Wer gepflegte Adventures und melancholische Stimmungen mag, findet hier ein verlässliches Erlebnis, das auf der Switch sauber läuft.