Grand Theft Auto - Episodes from Liberty City (Europe / Australia)
PlayStation 3
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Getestet 2010
88
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✪ Getestet am 29. August 2025
82
GTA Episodes from Liberty City bündelt The Lost and Damned und The Ballad of Gay Tony, zwei GTA IV DLC als Standalone. Zwei ausgezeichnete und komplementäre Liberty City-Geschichten ohne GTA IV zu benötigen.
Euer Urteil
Kategorie
Open World4 Spieler18+
Koop
Beschreibung
Rockstar-Sammlung, die beide episodischen Grand Theft Auto IV-Erweiterungen auf einer eigenständigen Disc bündelt. Veröffentlicht von Rockstar, erschienen in Europa im April 2010. Enthält The Lost and Damned (Biker) und The Ballad of Gay Tony (Clubs und Handel), neue Protagonisten Johnny und Luis, erweitertes Liberty City sowie neue Waffen und Fahrzeuge.
Grand Theft Auto - Episodes from Liberty City im Test
MAX
Art-Design
★★★★★
"Ikonisch"
MAX
Musik
★★★★★
"Legendär"
MAX
Story
★★★★★
"Meisterhaft"
Liberty City mit dichtem, ernüchtertem Realismus nachgebildet, graues Licht und wimmelnde Architektur: Die Metropole atmet ein rohes, lebendiges Amerika. Die Geschlossenheit der Welt und die Dichte der Straßen ergeben ein glaubwürdiges urbanes Theater. Diese visuelle Regie, dunkel und weit, führte die offene Welt zu einer neuen Reife.
Über eine Vielzahl von Radiosendern ausgestrahlt, webt die Musik die kosmopolitische Seele von Liberty City, von Rock bis Osteuropäisch durch Rap. Michael Hunters dunkles, slawisches Hauptthema signiert die Identität des Spiels. Diese musikalische Großzügigkeit, ausgefeilt und immersiv, macht die kleinste Spritztour zum maßgeschneiderten Soundtrack.
Ein Einwanderer, der in Liberty City dem amerikanischen Traum nachjagt, ein ehemaliger Soldat prallt auf Gewalt und die Geister seiner Vergangenheit. Düsterer und erwachsener als seine Vorgänger, malt die Erzählung Desillusion und Rache mit unerwarteter Schwere. Von einem gequälten Helden getragen, fasziniert dieses bittere Porträt einer Stadt noch immer.
Gameplay
"Meisterhaft"
Diese Ausgabe vereint zwei eigenständige Erweiterungen und bietet zwei Blickwinkel auf Liberty City, vom desillusionierten Biker bis zum schillernden Dealer. Das schwerfällige Fahren und die deckungsbasierten Schießereien tragen die Handschrift ihrer Zeit, doch das Skript und die Freiheit des Sandkastens treffen ins Schwarze. Ein noch immer genussvolles Eintauchen in eine Stadt von bemerkenswerter Dichte.
Spaß
"Schon in den ersten Sekunden"
Eine lebendige, detaillierte Metropole, in der man Raubüberfälle, Verfolgungsjagden und chaotische Spritztouren nach Belieben improvisiert: Der urbane Sandkasten erreicht hier eine beispiellose Dichte. Das Vergnügen entspringt dieser totalen Freiheit, in der die kleinste Fahrt in jubelndes Chaos ausarten kann. Reich, immersiv und meisterhaft geschrieben, ein prägendes Open-World, das die Maßstäbe des Genres neu definierte.
Suchtfaktor
"Süchtigmachend"
Liberty City zwischen inszenierten Missionen, unvorhergesehenen Touren und Nebenaktivitäten zu durchstreifen, schafft einen urbanen Sandkasten, in dem man stets einen Grund findet, die Fahrt zu verlängern. Der Geschichte zu folgen und die Stadt freizuschalten belohnt die Erkundung. Sein schwerfälliges Fahren und seine Telefonanrufe nerven, doch das Leben seiner Metropole und seine Handlungsfreiheit fesseln unermüdlich.
Schwierigkeit
"Ausgewogen"
Spieldauer
"Riesig"
Zwei vollständige Geschichten, Liberty City aufgepfropft, einmal aus Sicht der Biker, dann der goldenen Nächte, genügen, den Einsatz ohne das Originalspiel zu verdoppeln. Johnny und Luis durchstreifen eine erweiterte Stadt mit frischen Missionen, neuen Waffen und emergenten Touren, die jeder Erzählung eigen sind. Diese Episoden eigenständig zu genießen, bietet eine Dosis dichter offener Welt, geschnitten für lange Sitzungen.
Eine eigenständige Kompilation der zwei GTA-IV-Erweiterungen, ohne das Originalspiel spielbar, die Liberty City um zwei neue Protagonisten erweitert. Breit gepresst, bleibt sie zugänglich und gering bewertet. Ihr Reiz liegt in ihrem Status als zusätzlicher erzählerischer Inhalt auf physischem Medium, von Fans des Teils geschätzt, mehr als in Knappheit, die Verbreitung bleibt breit.
Spaß zu mehreren
Ein zur Legende gewordener Stadt-Sandkasten, dessen offener Spielplatz sich für tausend improvisierte Streiche zwischen Spielern eignet, von wilden Rennen bis zu koordinierten Überfällen. Der Spaß entspringt ebenso der Freiheit wie den unerwarteten Situationen, die in Lachanfälle ausarten. Der einst kolossale Online-Teil hängt nun von Servern ab, deren Betrieb nicht mehr gesichert ist, doch der Sandkasten-Geist behält eine einzigartige Anziehungskraft.
Eine fragwürdige Moral
Unter dem Vorwand, in der Unterwelt aufzusteigen, leiht man sich fremde Autos, hängt die Polizei ab und klärt jeden Streit mit Schüssen, und das in offenen Metropolen, die für das Chaos gemacht sind. Das Spiel macht keinen Hehl aus seiner Ironie, doch der Reiz der totalen Freiheit lässt einen einen Alltag aus aneinandergereihten Verbrechen mit leicht schuldbewusstem Grinsen klaglos hinnehmen.
Lohnt sich Grand Theft Auto - Episodes from Liberty City 2026 noch?
Episodes from Liberty City vereint als Standalone die zwei GTA-IV-Erweiterungen, The Lost and Damned und The Ballad of Gay Tony, spielbar ohne das Grundspiel. Diese zwei ergänzenden Erzählungen beleuchten Liberty City aus neuen Blickwinkeln, von Johnny Klebitz' dämmriger Bikergang bis zur grellen Extravaganz von Luis Lopez' Nachtwelt. Rockstars reifes Schreiben und beißender Humor wirken hier Wunder, und der freiere Ton bringt echte Frische. Wer GTA IV liebte oder Liberty City anders erkunden will, dem bleibt dieses Diptychon ein ausgezeichneter Erwerb.