Arc System Works liefert einen prächtigen 2D-Prügler, dessen stilisierte 3D handgezeichnete Optik perfekt imitiert. Das System ist zugänglicher als frühere Teile, ohne an Tiefe einzubüßen, und der Rollback-Netcode ist vorbildlich, sogar auf Switch.
Euer Urteil
Kategorie
Kampfspiel2 Spieler12+
Beschreibung
Markant gestaltete Kämpfer treffen in schnellen, spektakulären Duellen aufeinander. Veröffentlicht von Arc System Works, weltweit 2024 erschienen. Roman Cancels zur Combo-Verlängerung, flüssiger Rollback-Netcode, Anime-Inszenierung und ein Rock-Soundtrack.
Guilty Gear Strive im Test
MAX
Art-Design
★★★★★
"Ikonisch"
MAX
Musik
★★★★★
"Legendär"
2/5
Story
★★★★★
"Klassisch"
Eine Glanzleistung von Arc System Works: 3D so perfekt schattiert, dass man es Bild für Bild für handgezeichnet hielte. Tuscheeffekte, filmische Zeitlupen und ikonische Posen machen jedes K.o. zu einem animierten Manga-Panel und definieren den visuellen Standard des Genres neu.
Daisuke Ishiwatari treibt seinen vokalen Hard Rock in herrliche Maßlosigkeit und macht aus jedem Duell ein Elektrokonzert: kreischende Gitarren, aus voller Kehle gesungene Refrains, Texte, die die Kämpfer selbst kommentieren. Die Musik klinkt sich ins nervöse Tempo der Gefechte ein und befeuert die Aggression des Spielers. Diese Ehe aus Metal und Prügelei, längst Markenzeichen der Reihe, klang nie gewaltiger.
Gameplay
"Meisterhaft"
Schon beim ersten Griff zum Pad spürt man den Unterschied: Jeder Treffer hat Wucht, jeder Wurf knallt, und Abstand zählt so viel wie Aggression. Strives System setzt auf lesbare Schlagabtausche, in denen eine kluge Vorhersage großen Schaden bringt, während Roman Cancels die Tiefe wahren. Das Rollback-Netcode hält Online-Matches selbst auf der Switch flüssig. Diese kontrollierte Wucht hat nichts von ihrem Glanz verloren und bleibt eine Referenz des modernen Versus.
Einem Gegner auf hohem Niveau gegenüberzustehen heißt, ein Tjost der Reads zu betreten, in dem jeder Charakter eine Kampfphilosophie verkörpert. Sol, Ramlethal oder Happy Chaos erzwingen ihre Werkzeuge, Druck und Mix-ups, die der Roman Cancel in intensive Mindgame-Duelle verwandelt. Prächtige 3D-Animation, brachialer Hard Rock und das Wall-Break-System verleihen jeder Runde elektrisierende Theatralik.
Spaß zu mehreren
Guilty Gear Strive lebt fürs Duell: zwei Spieler, rohe Rivalität und schillernde Combos, die jede Runde zur Stil-Show machen. Der Wettkampf regiert hier, getragen von spektakulärer Inszenierung, die Comebacks elektrisierend macht. Die technische Decke ist hoch und die Kluft zwischen Spielern kann wachsen, doch ein hart erkämpfter Sieg verlangt sofort eine Revanche, und gleich danach die nächste.
Lohnt sich Guilty Gear Strive 2026 noch?
Guilty Gear Strive ist wohl der beste Einstiegspunkt, den die Reihe je hatte, und überzeugt auch heute. Arc System Works erreicht einen visuellen Höhepunkt, mit 3D-Modellen, die Anime perfekt nachahmen, und einer donnernden Inszenierung. Das System bleibt dank Roman Cancels tief, liest sich aber für Neulinge deutlich klarer. Vor allem macht Rollback-Netcode das Onlinespiel flüssig, eine Grundvoraussetzung für ein modernes Versus. Der Rock-Soundtrack rundet das Bild ab. Für jeden Fan von Prügelspielen auf der Switch ist es eine sichere Wahl.