ODST schlägt einen intimeren Weg ein, mit Helljumpers über Mombasa und einer Noir-getauchten Fragmenterzählung. Marty O'Donnells Jazz-Score hüllt in einzigartige Melancholie, und Firefight-Koop legt eine Survival-Formel, die spätere Teile prägen wird.
Euer Urteil
Kategorie
Ego-Shooter4 Spieler16+
Koop
Geteilter Bildschirm
Beschreibung
Ego-Shooter, entwickelt von Bungie und veröffentlicht von Microsoft im September 2009. Der Rookie des ODST-Trupps durchstreift die von den Covenant besetzten Straßen von New Mombasa, um seine verstreuten Teamkameraden zu finden. Das Spiel besticht durch eine stimmungsvolle, melancholische Erkundung der nächtlichen Stadt, ergänzt durch Rückblenden, die die Einsätze der einzelnen Teammitglieder beleuchten, sowie durch den kooperativen Firefight-Modus. Es ist ein Halo-Titel mit einem für die Reihe völlig neuartigen Noir-Ton.
Halo 3 - ODST im Test
MAX
Art-Design
★★★★★
"Ikonisch"
MAX
Musik
★★★★★
"Legendär"
MAX
Story
★★★★★
"Meisterhaft"
Epische Science Fiction mit grandiosen Landschaften, einem majestätischen Orbitalring und sorgfältigem Licht: Das Spiel entfaltet ein Universum von bemerkenswerter Geschlossenheit und Weite. Das Design der Covenant und die außerirdische Architektur ergeben eine ikonische Zukunftsvision. Diese Bildregie, weit und inspiriert, definiert den modernen Science-Fiction-FPS.
Von Martin O'Donnell signiert, mischt die Musik gregorianischen Choral, episches Orchester und Rock-Gitarren in einer Hymne, die sofort ikonisch wurde. Das berühmte Halo-Thema, zugleich sakral und martialisch, beflügelt jede Mission mit einer seltenen Größe. Diese klangliche Weite, sinnbildlich für die Saga, bleibt eine der wiedererkennbarsten des Videospiels.
Fern vom Supersoldaten irren gewöhnliche Fallschirmjäger durch eine besetzte Stadt und setzen die Nacht zusammen, in der ihre Einheit zersprengt wurde. Eine von Jazz und Film noir durchzogene chorische Erzählung, setzt sie auf Verletzlichkeit und Ermittlung statt auf Epik. Dieser intime Tonwechsel schenkte der Reihe eine ihrer eigenwilligsten Geschichten.
Gameplay
"Hervorragend"
Spaß
"Schon in den ersten Sekunden"
Ein Ableger mit düsterer, gedämpfterer Atmosphäre, in dem man einen gewöhnlichen Soldaten verkörpert, der bei Nacht eine besetzte Stadt erkundet, in einer Film-noir-gefärbten Stimmung. Das ruhigere Tempo, von Rückblenden durchsetzt, frischt die Formel angenehm auf, während der Koop-Firefight-Modus für das Ventil sorgt. Stylisch, immersiv und großzügig, ein FPS, der kühn einen anderen Ansatz wagt.
Eine zum eigenständigen Spiel gewordene Erweiterung von Halo 3, die mit einer intimeren Geschichte und einer Noir-Atmosphäre die Perspektive wechselt, in zahlreichen Regionalvarianten. Breit gepresst, bleibt es zugänglich und gering bewertet. Sein Sammlerreiz liegt in diesem Status als eigenständiger Teil mit eigenwilligem Ton, nicht in Knappheit, abgesehen vom Verfolgen seiner vielen Marktversionen.
Spaß zu mehreren
Eine Säule des Konsolen-Shooters, dessen Kampagne sich zu viert im Koop entfaltet und dessen kompetitive Arenen das Genre für eine ganze Generation prägten. Der Wettkampf ruht auf der Kontrolle schwerer Waffen, beherrschten Sprüngen und Teamkommunikation, lesbar und tief zugleich. Der lokale Splitscreen stützt ein Online mit unsicheren Servern und macht Abende zu einer freudigen Mischung aus gegenseitiger Hilfe und Rivalität.
Lohnt sich Halo 3 - ODST 2026 noch?
Auf Xbox 360 2009 erschienen, wählt Bungies Halo 3 ODST einen leiseren, vom Film Noir gefärbten Blickwinkel, in dem man verwundbare einfache Soldaten spielt, die eine in Nacht getauchte Stadt erkunden. Die Ermittlungsstruktur in der offenen Stadt, von Rückblenden durchsetzt, kontrastiert mit der üblichen Formel. Marty O'Donnells jazziger, melancholischer Soundtrack installiert eine in der Saga einzigartige Atmosphäre. Der Firefight Modus verlängert die Action im Koop. Die Kampagne bleibt kürzer als die Hauptepisoden. Doch ihr eigenwilliger Ton reizt. Für Freunde von Konsolenshootern behält der Titel einen eigenen Charme.