Ein Maßstab des Genres, auf der Switch grandios. Die handgezeichnete Welt und die Melancholie, die Hallownest durchdringt, sind unvergesslich. Die fehlende Karte in neuen Gebieten frustriert, doch Erkundung und Kampf sind vorbildlich abgestimmt.
Euer Urteil
Kategorie
Action-Adventure1 Spieler7+
Beschreibung
Ein kleiner Käferritter steigt in das gefallene Königreich Hallownest hinab, das eine Seuche zerfrisst. Veröffentlicht von Team Cherry, weltweit 2018 erschienen. Eine riesige verbundene Karte, anlegbare Talismane, viele furchteinflößende Bosse und handgezeichnete Kulissen.
Hollow Knight im Test
MAX
Art-Design
★★★★★
"Ikonisch"
MAX
Musik
★★★★★
"Legendär"
4/5
Story
★★★★★
"Fesselnd"
Hallownest entfaltet sich in Tusche und Aquarell: melancholische Insekten, gewölbte Höhlen und ins Dunkel verschwimmende Hintergründe bilden ein Reich, so schön wie düster. Diese vollständig handgezeichnete Kunst, restlos stimmig, macht aus Erkundung Betrachtung.
Christopher Larkin setzt Klavier und Streicher an den Rand der Stille, ein perfektes Echo der verlassenen Gänge von Hallownest. Angespannt in Duellen, elegisch vor den Überresten eines toten Königreichs, wird das Thema bei jeder Enthüllung ergreifend. Diese gedämpfte Melancholie verwandelt die Erkundung in kontemplative Trauer und hat die Musik zu einem absoluten Fixpunkt des modernen Metroidvania gemacht.
Gameplay
"Meisterhaft"
Ein präziser Schlag, ein gut getimtes Ausweichen, ein Boss endlich bezwungen nach Dutzenden Versuchen: der anspruchsvolle, klar lesbare Kampf ist das schlagende Herz des Abenteuers. Die verzahnte Karte enthüllt sich in Schichten mit betörendem Geheimnissinn, und Amulette eröffnen echte Anpassung. Die fehlende Führung schreckt mitunter ab, doch der Umfang des Inhalts, gratis Erweiterungen inklusive, nötigt Respekt ab.
Spaß
"Schon in den ersten Minuten"
Suchtfaktor
"Packend"
Schwierigkeit
"Schwer"
Spieldauer
"Riesig"
Unter seinem klassischen Metroidvania-Äußeren verbirgt das Königreich Hallownest ein Geflecht aus Räumen, optionalen Bossen und Geheimnissen, das nie zu versiegen scheint. Die Traumkämpfe, das Pantheon, die kombinierbaren Talismane und die selbst gezeichnete Karte laden ein, jeden Winkel zu durchforsten. Die Befriedigung, allein voranzukommen, ohne gereichte Hand, erklärt seinen Kultstatus.
Zurückhaltung und Präzision machen diese Duelle zur Genre-Referenz: enge Ausweichmuster lesen, den Fokus zum Heilen oder Schlagen verwalten und gegen ebenso anmutige wie tödliche Gegner standhalten. Die Mantis-Lords, Hornet und die Radiance erzwingen ein forderndes Tempo, in dem jeder Schlag und Dash wirklich zählt.
Ein verkanntes Juwel
Ein Indie-Phänomen, das Hollow Knight ohne Marketingbudget wurde, getragen von einer bescheidenen Crowdfunding-Kampagne und drei australischen Entwicklern. Weniger betont wird die Geschlossenheit seiner Welt: Hallownest erschließt sich ohne Pfeile oder Marker, allein durch Neugier. Unter der Schwierigkeit verbirgt sich eine seltene Melancholie. Wegen dieser Atmosphäre neu zu entdecken, ideal für alle, die sich gern ohne Führung verlieren.
Lohnt sich Hollow Knight 2026 noch?
Hollow Knight ist eines der gelungensten Metroidvanias überhaupt. Seine verflochtene Karte, riesig und dicht, enthüllt sich in Schichten mit einem betörenden Sinn fürs Geheimnis. Der präzise, fordernde Kampf gipfelt in Bosskämpfen, die legendär geworden sind. Ausrüstbare Embleme bieten echte Anpassung, und die handgezeichneten Kulissen tauchen Hallownest in eine eigene Melancholie. Der bewusste Verzicht auf Führung und die Schwierigkeit mögen Neulinge abschrecken. Doch der Umfang der Inhalte, mit gänzlich kostenlosen Erweiterungen, macht es zu einem Abenteuer wilder Großzügigkeit, das nichts von seiner Pracht verloren hat.