Ehrgeiziges Guerrilla Games FPS, das erste Sony PS2-Exklusiv der Franchise. Die bedrückende Kriegsatmosphäre in einer dystopischen Zukunft, ikonische Helghast-Feinde und dunkle Kunstregie sind bemerkenswert. Solides Gameplay trotz einiger technischer Schwere.
Euer Urteil
Kategorie
Ego-Shooter4 Spieler16+
Beschreibung
Ein FPS von Guerrilla Games und SCEE aus dem Jahr 2004, zum Start als Sonys "Halo Killer" vermarktet. Man bekämpft die Helghast-Invasion auf dem Planeten Vekta, in einer wuchtigen, fotorealistischen Produktion für die PS2. Vier spielbare Figuren, ein roher militärischer Ton und letztlich gemischte Reaktionen zur Erscheinungszeit.
Killzone im Test
4/5
Art-Design
★★★★★
"Markant"
4/5
Musik
★★★★★
"Hervorragend"
3/5
Story
★★★★★
"Solide"
Der große visuelle Erfolg des Spiels ist sein Feind, die Helghast. Diese behelmten, gasmaskierten Soldaten, deren Linsen im Halbdunkel rot glühen, tragen dunkle Mäntel und Silhouetten nach Uniformen der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts, zwischen faschistischer Ästhetik und einer Armee aus anderer Zeit.
Die Partitur überträgt den Ton eines Krieges, den man gerade verliert. Fern heroischer Fanfaren hält sie ein dunkles, gespanntes Register, tiefe Streicher, gedämpftes Blech und martialische Pulse, die die Lage des Belagerten mehr aussprechen als die des Eroberers.
Ein Guerrilla-Ego-Shooter, als ehrgeizige Antwort auf die Schwergewichte des Militär-Shootings konzipiert, gelobt für seine bedrückende Stimmung und seinen Konflikt zwischen Soldatenfraktionen. Im Westen noch recht verbreitet, liegt sein Interesse in diesem Status als bemerkenswerter Genre-Versuch auf der Konsole statt in Knappheit. Ein bei FPS-Fans der PS2-Ära geschätztes Stück, am Markt zugänglich.
Spaß zu mehreren
Ein düster gestimmter Ego-Shooter, dessen Splitscreen-Scharmützel Soldaten in dichten, nervösen Karten gegeneinander antreten lassen. Der Wettkampf ist direkt und gut lesbar: eine Position halten, Waffen variieren und Kreuzfeuer abstimmen entscheidet die Kämpfe. Rauer als die Schwergewichte des Genres, behält es einen rohen Charme und bietet packende Duelle, perfekt für schnelle Herausforderungen, bei denen die Rivalität unter Freunden schnell steigt.
Lohnt sich Killzone 2026 noch?
Auf PS2 2004 erschienen, wurde Guerrillas Projekt als ehrgeiziger Rivale der Ego Shooter Maßstäbe der Zeit präsentiert. Der schwere militärische Ton, die graue und hoffnungslose Welt des Kriegs gegen die Helghast und das Gefühl wuchtiger Waffen installieren eine ernste Identität, fern vom Gewöhnlichen. Das Spiel setzt auf taktische Gefechte und eine Schwere in der Bewegung, die noch immer spaltet. Technische Einbrüche und ungleiche künstliche Intelligenz verraten die durchkreuzten Ambitionen. Vor allem für Neugierige auf die Entstehung der Saga interessant.