Big Boss gründet FOXHOUND in Panama und rekrutiert gefangene Gegner; ein originelles Metal Gear, das Snake Eater und Peace Walker verbindet. Kojima wagt eine frische Formel, und die PSP schultert die technische und erzählerische Herausforderung bemerkenswert.
Euer Urteil
Kategorie
Action-Adventure1 Spieler16+
Beschreibung
Big Boss gründet FOXHOUND, während er abtrünnige Soldaten in Panama in dieser Originalepisode bekämpft, die Snake Eater und Peace Walker verbindet. Herausgegeben von Konami, erschienen in Japan im Mai 2007. Rekrutierung gefangener Feinde zum Vergrößern des Trupps, Infiltration durch austauschbare Charaktere, gekaperte Fahrzeuge, Geschichte von Hideo Kojima. Mehrsprachige Version.
Metal Gear Solid - Portable Ops im Test
4/5
Art-Design
★★★★★
"Markant"
4/5
Musik
★★★★★
"Hervorragend"
4/5
Story
★★★★★
"Fesselnd"
Yoji Shinkawas Tuschestrich übersteht auch einen Taschenbildschirm: kantige Silhouetten, zerknitterte Kampfanzüge und mit dem Pinsel geschnittene Gesichter geben den gefangenen Soldaten die Anmutung bewegter Skizzen. Die Gänge der panamaischen Basis setzen ausgewaschene Grüntöne gegen fahles Neon und umreißen jede Wache im Gegenlicht.
Die Musik führt die lateinamerikanische Färbung von Snake Eater fort: trockene Gitarre, dezente Congas und gedämpfte Streicher zeichnen die panamaische Schwüle und ziehen sich zu knappen Pulsen zusammen, sobald eine Patrouille naht. Motive der Serie kehren bruchstückhaft wieder, nie vollständig, wie Erinnerungen von Big Boss.
Hideo Kojima erzählt, wie ein geächteter Soldat eine Armee aufstellt, indem er genau jene überzeugt, die er eben niedergeschlagen hat: Das Anwerben von Feinden wird ebenso zum Erzählargument wie zur Mechanik. Zwischen dem Verrat der alten Einheit und der Gründung von FOXHOUND wird Panama zum Scharnier zwischen Snake Eater und Peace Walker.
Metal Gear Solid Portable Ops, der erste echte originale Teil der Saga auf dem Handheld, der Truppenrekrutierung und eine an die Chronologie gebundene Kampagne einführt, in Japan als Deluxe- und Premium-Ausgaben mit eigenen Inhalten erschienen. Gesucht und in maßvollen Mengen gepresst, beruht sein Interesse auf diesem Status als Handheld-Meilenstein von Metal Gear und diesen Sondervarianten statt auf bloßer Verfügbarkeit.
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Metal Gear Solid - Portable Ops versetzt Big Boss nach Panama, wo er FOXHOUND gründet und besiegte Feinde rekrutiert – ein bis dahin unbekannter Metal Gear-Teil, der Snake Eater und Peace Walker miteinander verbindet. Kojima wagt eine originelle Formel mit einem tiefgründigen Rekrutierungssystem, und die PSP meistert die technische wie erzählerische Herausforderung bemerkenswert gut. Die Missionen sind abwechslungsreich, das Drehbuch dicht und der Soundtrack von Norihiko Hibino einprägsam. Für Liebhaber von Metal Gear Solid und des experimentellen Kojima-Schaffens ist das noch heute ein wirklich empfehlenswerter Abstecher – am besten vor Peace Walker gespielt, um die erzählerische Kontinuität zu erleben.