Ein großzügiges JRPG mit redseligem Charme, getragen von schrillen Figuren und flottem Arenakampf. Das Tempo zieht sich stellenweise und die Switch-Fassung zeigt technische Falten, doch das Abenteuer strahlt eine ansteckende Wärme aus.
Euer Urteil
Kategorie
Rollenspiel4 Spieler12+
Koop
Beschreibung
Yuri Lowell, ein gutherziger Selbstjustizler, bekämpft die Korruption in der Welt Terca Lumireis. Veröffentlicht von Bandai Namco, weltweit 2019 erschienen. Echtzeit-Actionkämpfe auf einer beweglichen Linie, liebenswerte Figuren, Anime-Inszenierung und Koop für bis zu vier.
Tales of Vesperia: Definitive Edition im Test
4/5
Art-Design
★★★★★
"Markant"
4/5
Musik
★★★★★
"Hervorragend"
4/5
Story
★★★★★
"Fesselnd"
Gameplay
"Hervorragend"
Spaß
"Angenehm"
Suchtfaktor
"Packend"
Schwierigkeit
"Leicht"
Spieldauer
"Riesig"
Diese definitive Ausgabe gliedert Charaktere, Szenen und eine ganze Quest wieder ein, die nie zuvor im Westen erschienen sind. Zur ohnehin reichen Hauptgeschichte kommen die zahlreichen Anfragen, die Gegenstandssynthese und ein berühmter Geheimcharakter. Die Freude an einem Abenteuer, das sich Zeit für seine Helden nimmt, lässt die Länge wie eine lange Begleitung statt einer Pflicht wirken.
In dieser Fassung verfeinert, entfaltet das Epos ein Echtzeit-Action-System, in dem jeder feindliche Befehlshaber den Einsatz von Arten, gut getimte Fähigkeiten und das Führen einer Gruppe in Bewegung belohnt. Yeager oder den imperialen Gestalten zu begegnen verbindet Mustererkennung, enges Ausweichen und ein orchestrales Crescendo, das jedes Duell zu einem japanischen Bravourstück erhebt.
Spaß zu mehreren
Übergibt man drei Freunden die Kontrolle über die Party, werden die hektischen Kämpfe von Vesperia zur gemeinsamen Vorführung. Jeder steuert in Echtzeit eine Figur, was Neulinge entlastet, während der Anführer die Strategie vorgibt. Das Miteinander zeigt sich in synchronen Ausweichmanövern und ineinandergreifenden Combos, ganz ohne Splitscreen oder Punktezwang. Schnell mal für einen Dungeon gestartet, einfach um wieder gemeinsam einen Boss zu legen.
Lohnt sich Tales of Vesperia: Definitive Edition 2026 noch?
Vesperia war im Westen lange das verborgene Tales, und diese Definitive Edition bleibt der beste Einstieg. Das Kampfsystem auf beweglicher Linie hat noch Wucht, und Yuri Lowell zählt weiter zu den vielschichtigsten Helden des Action-JRPG, weniger glattgebügelt als der Genreschnitt. Die Anime-Optik zeigt in den Kulissen ihr Alter, doch die Figuren bleiben ausdrucksstark. Die Ergänzungen dieser Fassung schließen endlich die Lücken des Originals. Für Genrefans wie Neugierige ist es ein Klassiker von 2008, der die Zeit noch lohnt.