Ubisofts ehrgeizige Open World mit einem Hacker-Protagonisten im futuristischen Chicago. Das Stadtbewusstheits-Konzept ist innovativ und die Produktion hochwertig. Einige Erzähltemposprobleme, aber insgesamt ein solides und originelles Erlebnis.
Euer Urteil
Kategorie
Open World1 Spieler18+
Beschreibung
Open-World-Action von Ubisoft Montreal, das Watch Dogs mit Vigilante-Hacker Aiden Pearce startet. Veröffentlicht von Ubisoft, erschienen im Mai 2014 in Europa, Asien, Großbritannien, Nordamerika und Japan. Aiden Pearce Vigilante-Hacker jagt Verantwortliche für den Tod seiner Nichte in Chicago vollständig mit ctOS-Überwachungssystem verbunden, offene Welt mit Nachbildung von Chicago und seinen Vororten, Action-Gameplay mit Cover-basiertem TPS, Fahren und Hacken der gesamten urbanen Umgebung via Smartphone, kompetitiver Invasion-Online-Multiplayer-Modus, englische Synchronisation mit Noam Jenkins als Aiden, Soundtrack von Brian Reitzell.
Watch_Dogs im Test
4/5
Art-Design
★★★★★
"Markant"
4/5
Musik
★★★★★
"Hervorragend"
4/5
Story
★★★★★
"Fesselnd"
Die Art Direction zeichnet ein Chicago unter Überwachung, von einem Netz durchzogen, das der Held hackt. Über die regnerische, nächtliche Stadt legen sich Datenprofile, die über den Passanten schweben, leuchtende Kontrollknoten, Kameras und Ampeln, die man mit einer Geste umlenkt. Das Interface selbst wird zum dominierenden visuellen Motiv, eine digitale Schicht über dem Beton.
Die Musik gibt die Kälte der Überwachung wieder. Eisige Synths, geglitchte Texturen und gedämpfte Pulse begleiten die Eindringlinge und machen aus dem Akt des Hackens eine klangliche Spannung. Statt eines heroischen Themas hält die Partitur ein elektronisches Unbehagen, das einer vernetzten Welt, in der jeder abgehört werden kann und in der das Schweigen der Daten ebenso verbirgt wie es enthüllt.
Die Erzählung knüpft eine Rache an eine Kritik der Überwachung. Aiden Pearce, ein Hacker, betrübt durch den Tod eines Angehörigen, kehrt gegen die Stadt das Netz, das ihre Bewohner ausspäht, und jagt die Schuldigen, indem er ihre Daten manipuliert. Indem sie aus dem Rächer einen Voyeur macht, verwischt die Geschichte die Grenze zwischen Opfer und Überwacher und fragt nach dem Preis einer Macht, die alles sieht.
Die ungewöhnlichen Regionalauflagen von Watch Dogs, darunter die japanische und die asiatische Fassung, erschienen auf Märkten mit beschränkter physischer Verbreitung. Spürbar seltener als die westeuropäischen und die amerikanische Ausgabe, interessieren sie Sammler der schwach dokumentierten lokalen Ausgaben einer neuen Ubisoft-Lizenz. Ihre Begehrtheit beruht vor allem auf dieser geografischen Knappheit.
Lohnt sich Watch_Dogs 2026 noch?
Watch_Dogs ist ein ehrgeiziges Open-World-Actionspiel von Ubisoft, das auf eine starke Idee setzt: Hacking. Aiden Pearce zu spielen, der die vernetzte Stadt Chicago per Knopfdruck manipulieren kann, um Ampeln, Kameras oder Sicherheitssysteme zu kapern, bringt eine taktische Ebene und ein im Genre beispielloses Gefühl der Kontrolle. Die gepflegte Umsetzung und die technophile Stimmung bezaubern. Die Erzählung leidet unter einigen Längen und der Held prägt sich schwer ein, während die PS3-Fassung technische Grenzen zeigt. Doch das Konzept bleibt originell und das Erlebnis insgesamt solide. Für den Fan urbaner Open Worlds lohnt der Besuch.