Eine solide Capcom-Adaption, aber spürbar hinter der Mega-Drive-Fassung. Schöne Animationen, ordentliches Gefühl, doch Disney bevorzugte Sega.
Euer Urteil
Kategorie
Jump ’n’ Run1 Spieler7+
Beschreibung
Disney-Plattformspiel, in dem Aladdin durch die Straßen von Agrabah und den Sultanspalast zieht, um Jasmin zu retten. Von Capcom, erschienen in Spanien 1993. Zehn vom Film inspirierte Level, Dolchangriffe und Akrobatik, fliegender Teppich und animierte Sequenzen, Musik von Alan Menken und Howard Ashman. Disney-Adaption von Capcom, verschieden von Virgins Mega-Drive-Version.
Aladdin im Test
MAX
Art-Design
★★★★★
"Ikonisch"
MAX
Musik
★★★★★
"Legendär"
3/5
Story
★★★★★
"Solide"
Von Disney-Studios gezeichnete Animation: Sprites von erstaunlicher Flüssigkeit, schimmernde Farben und wimmelnde orientalische Kulissen ergeben einen spielbaren Zeichentrickfilm von seltener Schönheit. Die Geschmeidigkeit des Strichs und der Reichtum der Farbtöne quellen über vor Charme. Diese Bildregie, ausgefeilt und prächtig, bleibt ein Gipfel des 16-Bit-Platformers.
Alan Menkens Melodien sorgfältig adaptierend, erweckt die Musik das Universum des Films wieder zum Leben, vom flammenden „Friend Like Me" bis zum zarten „A Whole New World". Jedes Level Agrabahs sprüht vor bunten, mitreißenden Arrangements. Dieser klangliche Triumph führt den Zauber des Disney-Films auf SNES glücklich fort.
Gameplay
"Hervorragend"
Spaß
"Schon in den ersten Sekunden"
Springen, mit dem Krummsäbel zuschlagen und über die Dächer von Agrabah gleiten, in einem Rausch zeichentrickwürdiger Animation: Das visuelle Vergnügen und das lebhafte Tempo fesseln sofort. Die bunten Level reihen flottes Platforming und spektakuläre Szenen aneinander, wie die Flucht auf dem Teppich. Flüssig, großzügig und wunderschön animiert, ein Platformer, der in jedem Moment Disney-Magie atmet.
Die europäische PAL-SNES-Ausgabe der Capcom-Version des Disney-Films (ein radikal anderes Spiel als die von Virgin/Westwood entwickelte Mega-Drive-Fassung). Die PAL-Cartridge ist seltener als die US-Fassung, und die SNES-Capcom-Version ist kulturell wichtig, weil sie den anderen Aladdin von 1993 darstellt, den, der zwei ästhetische Schulen der Spielentwicklung gegenüberstellte. PAL-boxed-CIB im originalen Karton steigt stetig, getragen von dieser historischen Dualität.
Lohnt sich Aladdin 2026 noch?
Der SNES Aladdin von Capcom ist ein ruhigerer Plattformer als die Mega Drive Fassung von Virgin, nämlich ein Spiel mit Schwerpunkt auf reinem Plattforming statt spektakulärer Animation und Säbelkampf. Die Fasssprünge und das Apfelwerfen sind präzise, die Optik folgt dem Film treu und der Schwierigkeitsgrad bleibt vernünftig. Der Vergleich mit Sega hat dem Titel lange geschadet, doch wer die Cartridge als das sieht, was sie ist, nämlich ein solider Capcom Plattformer, erlebt sie ganz anders. Sehr empfehlenswert für Disney Freunde.