Connor fehlt Ezios Charme, doch sein Anwesen, die Waldjagden und Seeschlachten machen ACIII zum ambitioniertesten Teil. Das Tempo holpert stellenweise, dafür überrascht die Schreibe und das Finale gehört zu den eindrücklichsten der Reihe.
Euer Urteil
Kategorie
Action-Adventure1 Spieler18+
Beschreibung
Action-Adventure-Spiel, entwickelt von Ubisoft Montréal und veröffentlicht von Ubisoft im Oktober 2012. Connor Kenway, ein mohawkischer Assassine, kämpft im kolonialen Amerika der Revolutionszeit gegen die Templer, um das Niederbrennen seines Dorfes zu rächen. Das Spiel führt neue Mechaniken ein, darunter die Jagd in ausgedehnten Waldgebieten, Seekämpfe auf hoher See sowie umfangreiche Schiffsmissionen; außerdem können die Städte Boston und New York frei erkundet werden. Dieser bedeutende Teil der Reihe beleuchtet eindringlich die Ursprünge der amerikanischen Nation.
Assassin's Creed III im Test
4/5
Art-Design
★★★★★
"Markant"
4/5
Musik
★★★★★
"Hervorragend"
4/5
Story
★★★★★
"Fesselnd"
Die eigentliche Kulisse ist nicht die Stadt, sondern das Grenzland: nordostamerikanische Wälder, im Lauf von Baum zu Baum durchquert, unter vier Jahreszeiten, die die Lesart des Geländes verändern, tiefer Schnee, der die Patrouillen bremst, grüne Sommer voller Wild. Boston und New York, koloniales Fachwerk und Backstein, wirken wie Lichtungen, gebaut inmitten einer Natur, die das ganze Spiel beherrscht.
Lorne Balfe mischt zwei Repertoires im Krieg: die Trommeln und Pfeifen der regulären Armeen, gehört wie vorrückende Maschinen, und eine freiere Kolonial-Folkgeige, die zu den Tavernen und dem Davenport-Anwesen gehört. Das Hauptthema schmilzt diese Welten zu einem hybriden Ritt zusammen, und indigene Gesänge treten in den Momenten hervor, in denen Connor sich erinnert, woher er kommt.
Der Theatercoup kommt schon im Prolog: Die ersten Stunden spielt man in der Haut Haythams, der sich als Templer erweist, sobald die Bindung sitzt. Sein Sohn Connor, Mohawk durch seine Mutter, kämpft dann für eine Revolution, die sein Dorf verrät, wer auch immer siegt. Vater und Sohn treten einander wissend gegenüber, und die amerikanische Unabhängigkeit verliert jede Unschuld.
Assassin's Creed III, ein während der Amerikanischen Revolution angesiedelter Teil, der Engine und Schauplätze von Ubisofts Saga erneuert, ein großer kommerzieller Erfolg am Zyklusende. Sehr verbreitet und in zahlreichen regionalen und Disc-Varianten erschienen, ist das Sammlerinteresse bescheiden, der Wert beruht auf der Vollständigkeit eines Ganzen statt auf Knappheit. Ein zugängliches Stück für eine Assassin's-Creed-Sammlung der Konsole.
Lohnt sich Assassin's Creed III 2026 noch?
Auf Xbox 360 2012 erschienen, wagt Ubisofts Assassin's Creed III einen frischen Schauplatz im revolutionären Amerika mit einem Helden, Connor, weniger schillernd als Ezio, doch aufrichtig. Die prächtigen Seeschlachten und die Jagden durch lebendige Wälder hinterlassen bleibenden Eindruck. Das auszubauende Anwesen und die schiere Größe der Schauplätze zeugen von echtem Ehrgeiz. Das Tempo stockt in einem langen Auftakt und einige Mechaniken zerfasern. Doch das Finale zählt zu den stärksten der Reihe. Für Liebhaber historischer Action behält der Teil schöne Momente.