Eine düstere und deutlich ambitioniertere Fortsetzung von Banjo-Kazooie. Die zehn verschachtelten Welten, getrennte Fähigkeiten und tiefen Rätsel zählen zu den absoluten Höhepunkten des N64. Dichter, mitunter labyrinthisch, aber großzügig und klug wie kaum ein anderes Spiel der Konsole.
Euer Urteil
Kategorie
Jump ’n’ Run1 Spieler7+
Beschreibung
Ambitionierte Fortsetzung von Banjo-Kazooie mit riesigen vernetzten Welten und Gruntildas Auferstehung. Entwickelt von Rare, herausgegeben von Nintendo, 2000. Zehn riesige halboffene Level, erweiterte Trenntechniken und Splitscreen-Minispiele.
Banjo-Tooie im Test
MAX
Art-Design
★★★★★
"Ikonisch"
MAX
Musik
★★★★★
"Legendär"
3/5
Story
★★★★★
"Solide"
Bunte Welten in drei Dimensionen, runde Kreaturen und vor Details überquellende Kulissen: Rare entfaltet einen 3D-Platformer von reizvoller Lebendigkeit und Erfindungskraft. Die Wärme der Farbtöne und die Ausdruckskraft des Duos quellen über vor Cartoon-Charme. Diese Bildregie, ausgefeilt und großzügig, zeigt das goldene Zeitalter des N64-Platformers.
Weiter und abenteuerlicher, webt Grant Kirkhopes Nachfolger miteinander verbundene Themen, die über die riesigen Welten ineinander übergehen. Die Musik gewinnt an Reichtum und Emotion, ohne etwas von ihrem spritzigen Humor zu verlieren. Diese melodische Großzügigkeit führt die Magie des ersten Teils großartig fort.
Gameplay
"Hervorragend"
Spaß
"Schon in den ersten Sekunden"
Der Bär und der Vogel kehren in größeren, vernetzten Welten voller neuer Kräfte zum Freischalten zurück: Das Erkunden bekommt ein berauschendes Ausmaß. Rätsel zu lösen, die sich von einem Gebiet zum anderen erstrecken, schenkt dauerhafte Befriedigung. Ehrgeiziger und ebenso verspielt, quillt diese Fortsetzung über vor Großzügigkeit für Platformer-Fans.
Suchtfaktor
"Süchtigmachend"
Weite, miteinander verbundene Welten zu erkunden, in denen eine Aktion hier einen Durchgang dort freischaltet, webt eine hinterhältigere Sammeljagd als je zuvor. Jede neue Fähigkeit weckt erneut die Lust, schon gesehene Areale zu durchforsten. Das Ausmaß des Hin und Her kann den Rhythmus verwässern, doch die Fülle der Fundstücke und der Einfallsreichtum der Rätsel fesseln nachhaltig.
Schwierigkeit
"Ausgewogen"
Spieldauer
"Riesig"
Zehn riesige, miteinander verbundene Level zu erkunden vervielfacht das Abenteuer von Bär und Vogel, düsterer und weit ausgedehnter. Rätsel ziehen sich nun von einer Welt zur nächsten und belohnen methodisches Suchen und ein Gedächtnis für Orte. Diese gesteigerte Weite, dem Collectathon-Geist von Rare treu, bietet eine Spielzeit, die Platformer-Fans teuer ist.
Europäische Pressung vom November 2000, im Standard-PAL-Boxformat vertrieben. Die europäische Fassung übernimmt die Schwierigkeits-Anpassungen, die Rare nach Rückmeldungen amerikanischer Tester still und leise einarbeitete, was sie technisch zur ersten ausbalancierten Edition macht. Für Puristen bietet diese Version das ausgewogenste Spielerlebnis ohne Rückgriff auf spätere inoffizielle Patches.
Lohnt sich Banjo-Tooie 2026 noch?
Banjo-Tooie nimmt alles aus dem Vorgänger und treibt es zu beinahe maßloser Ambition. Die zehn Welten verflechten sich, das Duo kann sich für eigene Fähigkeiten trennen, und die Rätsel gewinnen echte Tiefe. Das Ergebnis ist dunkler, labyrinthischer und mitunter schwer zu navigieren, aber von einer Großzügigkeit und Klugheit, die für die Konsole selten sind. Die Bildregie treibt das N64 ans Limit, und die Schreibe behält den Rare-Witz. Für Freunde dichter 3D-Plattformer ein Gipfel.