BioShock 2 erkundet Rapture aus der Perspektive eines Big Daddy. Angereichertes Gameplay mit Bohrer und Plasmiden, neue Gebiete. Weniger revolutionär als der erste aber immer noch prächtig und narrativ dicht.
Euer Urteil
Kategorie
Ego-Shooter1 Spieler18+
Beschreibung
Fortsetzung von BioShock, acht Jahre später in Rapture, in der man den Big-Daddy-Prototypen Subjekt Delta auf der Suche nach seiner Little Sister Eleanor steuert. Veröffentlicht von 2K Games und entwickelt von 2K Marin, erschienen 2010 in Europa, Australien, Asien, Nordamerika, Korea und Japan. Hybrider Kampf mit gleichzeitigem Waffen- und Plasmid-Einsatz, neue Unterwassererkundung, Big Sisters als Gegnerinnen, erstmals kompetitiver Multiplayer der Reihe.
BioShock 2 im Test
MAX
Art-Design
★★★★★
"Ikonisch"
MAX
Musik
★★★★★
"Legendär"
4/5
Story
★★★★★
"Fesselnd"
Eine von Wasser und Wahnsinn zerfressene Art-déco-Unterwasserstadt: Rapture entfaltet einen prächtigen Verfall, zwischen verblasstem Neon und gefallener Pracht. Die stilistische Geschlossenheit und die bedrückende Atmosphäre ergeben eine unvergessliche Welt. Diese Bildregie, dicht und inspiriert, steht als absolute Referenz des Autorenspiels.
Von Garry Schyman signiert, mischt die Musik dissonante, beklemmende Streicher mit den nostalgischen Hits der 1940er und 50er, die durch Rapture hallen. Dieser frostige Kontrast aus Retro-Süße und dumpfem Schrecken veredelt die dekadente Atmosphäre der Unterwasserstadt. Diese einzigartige Klangidentität bleibt ein Gipfel des Sounddesigns.
Ein Nachfolger, der die Erkundung Raptures aus Sicht eines Big Daddy fortführt und Multiplayer ergänzt, oft als solide, aber im Schatten des ersten beurteilt. Breit gepresst, bleibt er verbreitet und günstig. Sein Sammlerreiz ist heritage-basiert, der einer gelungenen Rückkehr in ein Kultuniversum, keine Frage von Knappheit oder ausgeprägter spekulativer Nachfrage.
Lohnt sich BioShock 2 2026 noch?
BioShock 2 litt lange unter dem Vergleich mit seinem Vorgänger, doch der Abstand verschafft ihm Gerechtigkeit. In die Rolle eines Big Daddy zu schlüpfen, jenes einst feindlichen Kolosses, bietet eine neue Sicht auf Rapture und eine berührende Bindung zu einer Little Sister. Das Schießen ist geschmeidiger und durchdachter als im ersten, mit der Möglichkeit, Waffe und Plasmid zugleich zu führen. Die weniger umwerfende Erzählung ist nicht minder dicht und bewegend. Wer das Original liebte und die Stadt weiter erkunden will, findet eine solide, zu Unrecht übersehene Fortsetzung.