Columbia in den Wolken, Booker und Elizabeth und ein Finale, das den Schädel durcheinanderwirbelt: BioShock Infinite wagt alles. Das Schießen ist vereinfacht, doch Inszenierung, Schreibe und Soundtrack ergeben ein unvergessliches Erlebnis.
Euer Urteil
Kategorie
Ego-Shooter1 Spieler18+
Beschreibung
Ego-Shooter, entwickelt von Irrational Games und veröffentlicht von 2K Games im April 2013. Booker DeWitt trifft in der schwebenden Stadt Columbia des Jahres 1912 ein, um eine geheimnisvolle Frau namens Elizabeth zu finden. Dynamische Kämpfe mit Vigors und Waffen in einer Welt, die von Themen des amerikanischen Exzeptionalismus durchdrungen ist, kombiniert mit einer atemberaubenden Geschichte über Zeitreisen und Multidimensionalität. Eines der größten Spiele, die je erschaffen wurden.
BioShock Infinite im Test
MAX
Art-Design
★★★★★
"Ikonisch"
MAX
Musik
★★★★★
"Legendär"
MAX
Story
★★★★★
"Meisterhaft"
Eine lichtdurchflutete fliegende Stadt, strahlende Farben und utopische Architektur: Columbia kontrastiert radikal mit den Tiefen von Rapture. Der Kontrast zwischen leuchtender Schönheit und latenter Gewalt ergibt eine packende Identität. Diese Bildregie, weit und inspiriert, führt das Erbe der Reihe meisterhaft fort.
Erneut von Garry Schyman signiert, hüllt die Musik die fliegende Stadt Columbia in ein majestätisches Orchester, durchsetzt von verblüffenden anachronistischen Coverversionen moderner Hits im Stil des frühen Jahrhunderts. Dieses Spiel mit Zeit und Nostalgie veredelt die traumhafte Atmosphäre der Geschichte. Dieser klangliche Reichtum, erfinderisch und bewegend, prägt sich nachhaltig ein.
Ausgesandt, eine junge Frau in einer dem Fanatismus überlassenen fliegenden Stadt zu bergen, gerät ein gefallener Detektiv in einen Taumel aus Parallelwelten. Die Erzählung greift Rassismus, Erlösung und Determinismus mit packender konzeptueller Kühnheit auf. Ihr umstürzendes Finale und ihr unvergessliches Duo machten sie zum Gegenstand leidenschaftlicher Debatten.
Gameplay
"Meisterhaft"
Auf Skyline-Schienen entlangzurasen und dabei zwischen Vigors und Gewehr zu wechseln verleiht den Kämpfen eine ebenso erfreuliche Mobilität wie Schauwert. Elizabeths Hilfe, die Gegenstände und Deckung herbeizaubert, belebt jedes Gefecht. Auch wenn das Tempo eher zur Action als zur Erkundung neigt, behalten die Vertikalität des Gunplays und der Glanz von Columbia ihren stets lebendigen Reiz.
Nordamerikanische Ausgabe (NTSC-U) von BioShock Infinite, ein Teil, der Rapture gegen die fliegende Stadt Columbia tauscht und eine ehrgeizige Erzählung über Amerika und das Schicksal entfaltet, ein starker Kritikererfolg am Generationsende. Auf dem US-Markt sehr verbreitet, bleibt das Sammlerinteresse bescheiden, die Begehrtheit beruht auf seiner erzählerischen Statur statt auf Knappheit. Ein sinnbildliches, aber zugängliches Stück für eine NTSC-U-Konsolensammlung.
Ein Kult-Cover
Das Gewehr auf der Schulter unter strahlendem Himmel, hebt sich Booker DeWitt vor der fliegenden Stadt Columbia ab, fern der Unterwasserdunkelheit der Reihe. Die ungewohnte Helligkeit und das Versprechen der Höhe erneuern die Bildwelt der Saga. Licht und faszinierend, kündigt es eine ebenso patriotische wie schwindelerregende Reise an.
Eine fragwürdige Moral
Eine junge Frau aus der Gefangenschaft einer fliegenden Stadt zu retten wirkt edel, bis man die Spur von Leichen bilanziert, die man hinterlässt, vollgepumpt mit Tonika und mit einem Himmelshaken bewaffnet. Hinter der Kulisse himmlischer Utopie und großer Ideen bleibt das Abenteuer ein fast pausenloses Gemetzel, das man schwungvoll durchquert, überzeugt, einer vollkommen gerechten Sache zu dienen.
Lohnt sich BioShock Infinite 2026 noch?
Auf Xbox 360 2013 erschienen, verlässt Irrational Games' BioShock Infinite die Meerestiefen für Columbia, eine lichtdurchflutete, von Fanatismus zerfressene Schwebestadt. Die Begegnung mit Elizabeth, einer mit seltener Intelligenz geschriebenen Begleiterin, trägt das ganze Abenteuer. Das Skyline, die Vigors und ein vielfältiges Arsenal beleben spektakuläre Kämpfe. Die Auseinandersetzung mit Amerika, Religion und Parallelrealitäten gipfelt in einem schwindelerregenden Ende. Einige repetitive Gefechte schmälern die Reichweite nicht. Für Freunde erzählender Shooter behält diese Reise volle Kraft.