Das japanische Original von Castlevania auf dem Famicom Disk System. Die Quelle von allem. Perfekte gotische Atmosphäre, Mechaniken noch makellos. Unverzichtbar, um die Herkunft der Serie zu verstehen.
Euer Urteil
Kategorie
Action-Adventure1 Spieler12+
Beschreibung
Gotisches Action-Plattformspiel mit Simon Belmont gegen Dracula in seinem Schloss. Von Konami, erschienen in Europa 1988. Simon in Seitenansicht mit Peitsche und Nebenwaffen, Drakulas Schlosslevels, beeindruckende Bosse, Musik von Kinuyo Yamashita. Europäische Version des ersten Castlevania.
Castlevania im Test
4/5
Art-Design
★★★★★
"Markant"
MAX
Musik
★★★★★
"Legendär"
2/5
Story
★★★★★
"Klassisch"
Die erste Burg setzt die Kulisse der ganzen Reihe: Steintreppen, Kandelaber, Buntglas, Thronsäle mit roten Behängen. Das Bestiarium schöpft unmittelbar aus dem klassischen Horrorkino, Fledermäuse, Mumien, Frankensteins Geschöpf, und der schwere Gang des Peitschenhelden gibt von Anfang an einen eigenen Fortschrittsrhythmus vor.
Von Kinuyo Yamashita signiert, prägt die Musik des ersten Castlevania sogleich eine unvergessliche heroische Gotik, „Vampire Killer" voran. Diese nervösen, melodischen Themen, ins kollektive Gedächtnis eingebrannt, kleben mit seltener Intensität an Simons Peitsche. Dieser grundlegende Soundtrack bleibt einer der Gipfel des NES-Chiptune.
Die europäische PAL-Ausgabe des Reihengründers, spät erschienen und in deutlich kleinerer Auflage als die US-Fassung. Die PAL-CIB im originalen Karton bleibt ein Dreh- und Angelpunkt jeder europäischen Konami-NES-Sammlung, die Nachfrage gibt nicht nach. Versiegelte PAL-Exemplare sind in den letzten Jahren spektakulär gestiegen, getragen vom anhaltenden kulturellen Comeback der Belmont-Saga.
Denkwürdige Bosse
Eine Hommage an das Horrorkino: Draculas Schloss lässt eine Prozession mythischer Kreaturen aufmarschieren – Medusa, die Mumie, Frankensteins Monster und schließlich einen Tod, der Unvorsichtige mit wirbelnden Sicheln niedermäht. Das zweistufige Finale gegen den Grafen, untermalt von einem unvergesslichen Thema, krönt einen makellosen Spannungsaufbau. Fordernd und ikonisch, prägten diese Wächter den Gothic-Boss.
Ein Kult-Cover
Auf der japanischen Disk (Famicom Disk System) tauscht die Gestaltung die direkte Konfrontation gegen die Stimmung eines alten Schauer-Kupferstichs, beherrscht vom Schloss und einer malerischeren Inszenierung. Der Titel „Akumajou Dracula“ und seine gotischen Ornamente verankern das Werk in der großen Tradition des europäischen Horrorfilms. Eine feierlichere Identität, klar verschieden vom Schwung der westlichen Fassung.
Lohnt sich Castlevania 2026 noch?
Castlevania, ursprünglich in Japan als Akumajou Dracula auf dem Famicom Disk System erschienen, ist der Ursprung von allem. Simon Belmont, das phantasierte Dracula-Schloss, die Peitsche, die Sub-Waffen und unvergessliche Bosse. Die gotische Bildregie ist epochal, Kinuyo Yamashitas Soundtrack lebt im kollektiven Gedächtnis. Die steife Steuerung prägt eine Designschule. Eine grundlegende Erfahrung.