Ein in Aquarell illuminiertes Märchen in Versform, das ein rundenbasiertes RPG mit unterbrechbarer Zeitleiste verbirgt. Das Fliegen durch gemalte Kulissen ist reine Poesie. Die Kämpfe bleiben simpel, doch das Ganze strahlt eine seltene, melancholische Anmut aus.
Euer Urteil
Kategorie
Rollenspiel2 Spieler7+
Koop
Beschreibung
Die junge Aurora erwacht im Dämmerreich Lemuria und macht sich daran, das Licht zurückzubringen. Veröffentlicht von Ubisoft, weltweit 2018 erschienen. Rundenkampf auf einer Zeitleiste, eine in Versen erzählte Geschichte, prachtvolle animierte Aquarelle und Koop zu zweit.
Child of Light: Ultimate Edition im Test
MAX
Art-Design
★★★★★
"Ikonisch"
MAX
Musik
★★★★★
"Legendär"
4/5
Story
★★★★★
"Fesselnd"
Die UbiArt-Engine macht aus dem RPG ein animiertes Märchenbuch: ätherische Aquarelle, eine Heldin mit schwebendem Haar und luftige Kulissen wie aus einer alten Illustration. Dieses durchscheinende Feenland, sanft und leuchtend, verleiht dem Spiel den Hauch eines Wachtraums.
Coeur de Pirate leiht diesem illustrierten Märchen eine Partitur von seltener Zartheit: kristallines Klavier, gedämpfte Streicher und ätherische Flächen, die wie in Aquarell gemalt wirken, im Einklang mit den Kulissen. Die Musik schwebt, ohne sich je aufzudrängen, und begleitet Auroras Flug mit zerbrechlicher Poesie. Ein melancholisches Wiegenlied, das die Erkundung in wachen Traum verwandelt.
Gameplay
"Hervorragend"
Spaß
"Angenehm"
Suchtfaktor
"Packend"
Schwierigkeit
"Leicht"
Spieldauer
"Riesig"
Eine Erzählung in Versen, gemalt wie ein animiertes Aquarell, die man durch frei gleitendes Schweben durch ein dämmriges Reich durchquert. Jenseits der Geschichte füllen das Sammeln leuchtender Edelsteine, die Nebenquests und der Zweispieler-Koop die Reise. Diese visuelle Poesie samt eines großzügigeren Abenteuers als es scheint brachte ihm eine besondere Zärtlichkeit bei den Spielern ein.
Auf einer Engine erstellt, die sonst einem hauseigenen Plattformer vorbehalten war, gewinnt es daraus ein animiertes Aquarell von atemberaubender Schönheit, in dem jeder Bildschirm wie ein lebendes Gemälde wirkt. Sein Zeitleisten-Kampf, taktischer als er scheint, und die in Versen erzählte Geschichte verleihen ihm eine willkommene Eigenart. Ohne Getöse im Katalog eines Riesen erschienen, ging es bald unter. Seine visuelle Poesie und der Zwei-Spieler-Koop bezaubern weiter. Perfekt für alle, die von einem kurzen Märchen-RPG träumen.
Spaß zu mehreren
Eine zarte, behutsame Kooperation begleitet dieses handgemalte Märchen: Ein Spieler führt die Heldin in den Kampf, während der andere zu Igniculus wird, der Glühwürmchen, das heilt, Gegner blendet und Sammelobjekte aufliest. Die zweite Rolle bleibt leicht, fast beschaulich, lädt aber zum druckfreien Spiel Seite an Seite ein. Ideal, um ein poetisches Abenteuer mit einem Kind oder Liebsten in sanfter Zweisamkeit zu teilen.
Lohnt sich Child of Light: Ultimate Edition 2026 noch?
Child of Light: Ultimate Edition bleibt eines der schönsten Werke des vergangenen Jahrzehnts. Sein animiertes Aquarell, auf der Rayman-Engine, bewahrt eine ungetrübte Anmut, und die in Versen erzählte Geschichte wiegt mit der Sanftheit eines Märchens. Die rundenbasierten Kämpfe auf einer unterbrechbaren Zeitleiste bieten eine elegante, zugängliche Taktik. Die Kehrseite liegt in einem zurückhaltenden Schwierigkeitsgrad und Reimen, die in der Übersetzung mitunter holprig geraten. Doch als kontemplatives, kooperatives Erlebnis zu zweit wirkt sein poetischer Reiz heute noch voll.