Arcade Nervenkitzel in seiner schönsten Form. Vollgas, ausweichen, Fahrgäste rabiat absetzen, jede Tour wird zur euphorischen Sause. Crazy Taxi auf Dreamcast bleibt die Referenz.
Euer Urteil
Kategorie
Rennspiel1 Spieler7+
Beschreibung
Taxifahrer B.D. Joe liefert Fahrgäste mit Höchstgeschwindigkeit durch die Straßen von San Francisco in diesem Kult-Sega-Rennspiel. Herausgegeben von Sega, erschienen in Europa im Mai 2000. Taxirennen mit zeitgesteuerten Lieferungen, Stadtakrobatik, Punk-Rock-Musikatmosphäre, mehrere spielbare Fahrer. Europäische Version.
Crazy Taxi im Test
4/5
Art-Design
★★★★★
"Markant"
MAX
Musik
★★★★★
"Legendär"
1/5
Story
★★★★★
"Belanglos"
Mit Vollgas zu den Punk-Riffs von The Offspring und Bad Religion reitet das Rennen eine aufgeladene Rock-Energie. Die verzerrten Gitarren treiben das Adrenalin hoch und passen zum fröhlichen Chaos der blitzschnellen Lieferungen. Untrennbar vom Spiel, bleibt diese klangliche Elektrizität das Sinnbild einer ganzen Arcade-Ära.
Gameplay
"Meisterhaft"
Drifts im rechten Winkel, Boosts bei voller Fahrt, selbstmörderische Abkürzungen: Das Arcade-Fahren zielt auf puren Nervenkitzel und trifft ihn sofort. Fahrgäste gegen die Uhr aneinanderzureihen liefert einen Rausch, den wenige Spiele noch erreichen. Der Umfang ist dünn und die Stadt hat sich kaum verändert, doch diese wilde Energie im Spielgefühl bleibt für kurze Runden unwiderstehlich.
Spaß
"Schon in den ersten Sekunden"
Einen Fahrgast aufgabeln, gegen den Verkehr rasen und in einem Funkenregen bremsen: In dreißig Sekunden ist alles klar, und doch kommt man immer wieder. Der Zeitdruck, die absurden Sprünge und der Punk-Soundtrack erzeugen einen sofortigen Rausch. Reines Arcade-Konzentrat - dieser Großstadtwahnsinn ist keinen Tag gealtert.
Suchtfaktor
"Süchtigmachend"
Einen Fahrgast aufnehmen, gegen den Verkehr davonpreschen und auf das perfekte Trinkgeld zielen: Die Schleife passt in dreißig Sekunden und startet neu, bevor man überhaupt daran denkt. Die tickende Uhr, der steigende Punktestand und die absurden Sprünge halten eine freudige Spannung Fahrt um Fahrt. Der Inhalt ist dünn und die Stadt wiederholt sich bald, doch die Jagd nach dem besseren Lauf bleibt teuflisch fesselnd.
Crazy Taxi PAL ist eine der Flaggschiff-Veröffentlichungen der Dreamcast in Europa, mit voll lizenziertem Soundtrack (Bad Religion, The Offspring), der wegen Rechtefragen nie identisch nachgelegt wurde. Sammlerwert genau wegen dieser Originaltonspur.
Ein Kult-Cover
Ein knallgelbes Taxi rast frontal auf dich zu, Haube hoch, Reifen qualmend vor hellem Hintergrund: Der ganze Arcade-Geist steckt in dieser direkten Ansicht. Das hingekritzelte Punk-Logo und die satten Farben kündigen wilde Raserei, Rock und urbane Energie an. Direkt und mitreißend, bleibt es eines der wiedererkennbarsten Cover der Dreamcast.
Lohnt sich Crazy Taxi 2026 noch?
Reines Sega Arcade Konzentrat, Crazy Taxi funktioniert dank glasklar lesbarem Design weiterhin tadellos. Eine Kundschaft wählen, dem Pfeil zur Adresse folgen und Drifts mit Abkürzungen verketten erzeugt eine seltene Form von sofortigem Spaß. Der Punksoundtrack von The Offspring trifft noch immer, auch wenn der Lizenzverlust in einigen Neuauflagen die Stimmung etwas dämpft. Für die fünfzehn Minuten Spielsitzung bleibt kaum ein Titel ebenso effektiv.