Diablo III auf PS3 ist die Konsolenversion des Referenz-Hack-and-Slash. Immer noch so süchtig machend, perfekt im Couch-Co-op bis zu 4 Spielern. Eines der besten Genre-Vertreter auf Konsole, flüssig und großzügig.
Euer Urteil
Kategorie
Action-RPG4 Spieler16+
Koop
Beschreibung
Blizzard-Persistenzwelt-Action-RPG, in dem Nephalem dem zurückgekehrten Prime Evil im Heiligtum Sanctuary entgegentreten. Veröffentlicht von Blizzard, erschienen in Europa im September 2013. Vier-Spieler-Lokal- oder Online-Koop, fünf abwechslungsreiche Klassen, unendliche prozedurale Beute, gescriptete Akte und epische Filmsequenzen. Europäische Version.
Diablo III im Test
4/5
Art-Design
★★★★★
"Markant"
4/5
Musik
★★★★★
"Hervorragend"
4/5
Story
★★★★★
"Fesselnd"
Die Art Direction macht aus dem isometrischen Gemetzel ein Schauspiel. Unter gotischem Dämmer entbrennt der Bildschirm vor Effekten: Zaubergarben, Goldberstungen, Lichtsäulen, die seltene Beute markieren, in Schwärmen zerstäubte Feinde. Diese gleißende, fast Arcade-hafte Lesbarkeit bricht mit der Schwärze des Sanktuariums, wobei die Helligkeit der Kämpfe das Auge im endlosen Sturm zum besseren Gegenstand lenkt.
Die Musik pflegt eine Erkundungsspannung aus dumpfen Bordunen und fernen Chören, die in der Ruhe zurückweichen und bei nahender Gefahr anschwellen. Unter dieser Gruftstimmung streut die Partitur Anspielungen auf die Vergangenheit der Reihe ein, bis zum berühmten Gitarrenthema der Ursprünge in einem geheimen Level. Zwischen diffuser Bedrohung und begrabener Erinnerung begleitet sie das Wühlen, ohne das Getöse des Kampfes zu übertönen.
Die Erzählung bringt die Obersten Übel durch Verrat zurück. Ein gefallener Stern kündet vom Unheil, der alte Deckard Cain zahlt seine Wache mit dem Leben, und der Schrecken knüpft sich, als eine vertraute Gefährtin das Werkzeug des Schlimmsten wird. Hinter der Dämonenjagd spielt ein intimeres Drama: mitanzusehen, wie ein geliebter Mensch zum Gefäß des absoluten Bösen wird, die Bedrohung aus dem Kreis der Verbündeten.
Gameplay
"Hervorragend"
Spaß
"Schon in den ersten Sekunden"
Dämonenhorden zerteilen, endloses Loot einsammeln und seinen Helden aufpowern: Die Hack'n'Slash-Schleife ist furchterregend effektiv und brutal süchtig machend. Gegner unter den eigenen Zaubern explodieren zu sehen, schenkt eine sofortige Befriedigung, im Vierspieler-Koop noch besser. Flott, großzügig und lesbar, ein Kult-Action-RPG, das einen Hunderte Stunden fesselt.
Suchtfaktor
"Süchtigmachend"
Schwärme von Dämonen zu pulverisieren, um eine Flut immer prächtigerer Ausrüstung einzusammeln, entfacht eine hypnotische Loot-Schleife, die stets zur nächsten Machtstufe treibt. Seinen Build zu optimieren und Risse zu farmen belohnt jeden Run. Die Wiederholung ist der Kern des Spiels, doch die taktile Freude am Gemetzel und der endlose Fortschritt machen jede Sitzung schwer zu unterbrechen.
Schwierigkeit
"Ausgewogen"
Spieldauer
"Riesig"
Ist die Kampagne vorbei, beginnt das eigentliche Spiel: höhere Schwierigkeitsgrade, die Jagd auf legendäre Beute und das Feilen an Builds über fünf eigenständige Klassen halten die Loot-Hatz endlos am Laufen. Vierspieler-Koop und zufällige Dungeons schüren das Feuer, Controller in der Hand, in dieser Konsolenfassung. Genau dieser Sog schmiedet die Langlebigkeit.
Diablo III, Blizzards Hack-and-Slash, mit für den Controller neu gedachtem Spiel auf die Konsole gebracht, ein großer Mainstream-Titel mit süchtig machender Beute. Sehr verbreitet, bleibt das Sammlerinteresse begrenzt, da die Ultimate-Evil-Ausgabe wegen ihres vollständigen Inhalts klar bevorzugt wird. Die lateinamerikanische Ausgabe bleibt seltener; sonst ein zugängliches Stück, dessen Begehrtheit vor allem auf dem Ruhm der Marke beruht.
Spaß zu mehreren
Ein beutegetriebener Hack-and-Slash für Vierer-Koop, lokal auf einem Bildschirm spielbar, was ihn zu einer kostbaren Seltenheit des Genres macht. Gegenseitige Hilfe leitet die Dungeons, doch die Jagd auf legendäre Gegenstände nährt ein freudiges Wetteifern, bei dem jeder seine Funde vergleicht. Gut lesbar, großzügig und befreiend, startet es mit der Familie für Sessions neu, in denen man gemeinsam vorankommt, ohne je in Komplexität zu ertrinken.
Lohnt sich Diablo III 2026 noch?
Auf PS3 erweist sich Diablo III als ausgezeichnete Überraschung, besser für den Controller gestaltet, als sein PC-Ursprung befürchten ließ. Blizzards Hack-and-Slash gewinnt hier eine herrliche Unmittelbarkeit, und der Couch-Koop für bis zu vier Spieler wirkt Wunder, ein heute selten gewordenes Vergnügen. Die Beuteschleife bleibt teuflisch süchtig machend, und die Klarheit der Action gewinnt Neuling wie Veteran. Diese Fassung leidet im Vergleich mit der um die Erweiterung bereicherten Ultimate-Evil-Edition, bleibt aber ein solider, großzügiger Genrevertreter auf der Konsole.