Dishonored ist eines der besten Stealth-Action-Spiele seiner Generation. Corvo im pestilenzartigen Dunwall, magische Void-Kräfte, totale Herangehensfreiheit. Unendliche Wiederspielbarkeit, prachtvolle Erzählung. Ein Meisterwerk.
Euer Urteil
Kategorie
Action-Adventure1 Spieler18+
Beschreibung
Ambitioniertes Action-Stealth-Spiel von Arkane Studios, in dem ein übernatürlicher Attentäter die korrupten Herrscher einer seuchengebeutelten Steampunk-Stadt jagt. Veröffentlicht von Bethesda, erschienen in Europa im Oktober 2012. Modulare Okkult-Kräfte, mehrere Missionswege, Chaos-Wertung und markante Kunstrichtung.
Dishonored im Test
MAX
Art-Design
★★★★★
"Ikonisch"
4/5
Musik
★★★★★
"Hervorragend"
4/5
Story
★★★★★
"Fesselnd"
Eine Industriestadt mit der Anmutung eines Gemäldes, stilisierte viktorianische Architektur und kränkliches Licht: Dunwall komponiert einen schmutzigen Steampunk von seltener Geschlossenheit. Der fast malerische Strich der Kulissen verleiht eine starke, eigenwillige Identität. Diese Bildregie, dicht und inspiriert, steht als Referenz des Autoren-Level-Designs.
Gameplay
"Meisterhaft"
Von Dach zu Dach zu teleportieren, ein Ziel zu besitzen oder die Zeit einzufrieren vervielfacht die Wege, jede Mission anzugehen – vom lautlosen Geist bis zum offenen Gemetzel. Diese Freiheit des Vorgehens, getragen von offenem Leveldesign, macht den ganzen Reichtum des Abenteuers aus. Als vorbildliche Immersive Sim bewahrt es eine Geschmeidigkeit, die noch immer zu tausend Durchgängen einlädt.
Dishonored, Arkanes Immersive Sim, gelobt für Freiheit der Herangehensweise, Steampunk-Welt und Kräftesystem, eines der eindrücklichsten Spiele seiner Generation. Sehr verbreitet, bleibt das PS3-Sammlerinteresse bescheiden, da die Game-of-the-Year-Ausgabe wegen ihrer Erweiterungen bevorzugt wird. Ein sinnbildliches, aber zugängliches Stück, dessen Begehrtheit auf seiner kritischen Aura statt auf Knappheit beruht.
Eine fragwürdige Moral
Ausgestattet mit übernatürlichen Kräften und einer gut geschliffenen Klinge durchstreift man eine korrupte Stadt im Namen von Gerechtigkeit und Rache. Doch das Spiel zählt das „Chaos“ bei jeder durchtrennten Kehle mit, als wollte es leise daran erinnern, dass der Mann im Schatten vor allem eine Spur von Leichen hinterlässt. Die Erbin retten und dabei Morde häufen: ein Widerspruch zum Schmunzeln.
Lohnt sich Dishonored 2026 noch?
Dishonored zählt zu den besten Stealth-Action-Spielen seiner Generation und ist herrlich gealtert. Dunwall, eine von der Pest zerfressene viktorianische Stadt in schmutzigem Steampunk, bleibt eine Kulisse von seltener Stimmigkeit und Atmosphäre. Die vom Outsider verliehenen Kräfte, von der Blinzeln-Teleportation bis zur Besessenheit, erlauben eine berauschende Freiheit des Vorgehens, die jede Mission verwandeln kann, je nachdem ob man Schatten oder Blut wählt. Das Chaos-System, das die Welt auf deine Gewalt reagieren lässt, fügt echte moralische Tiefe hinzu. Ein Genremeisterwerk mit nahezu unendlichem Wiederspielwert.