Arkane fertigen eines der schönsten Schleichspiele aller Zeiten, mit hypnotischem Steampunk-Dunwall und einem Werkzeugkasten, der nach Kreativität ruft. Jede Mission bietet tausend Ansätze, und den eigenen zu wählen ist reine Wonne.
Euer Urteil
Kategorie
Action-Adventure1 Spieler18+
Beschreibung
Action-Adventure-Spiel, entwickelt von Arkane Studios und im Oktober 2012 von Bethesda veröffentlicht. Corvo Attano, der ehemalige Lord Protektor, der zum verbannten Attentäter geworden ist, rächt die ermordete Kaiserin und befreit die Thronerbin in einer viktorianischen Steampunk-Stadt. Kombinierbare Zauberkräfte — Augenblick, Besitzergreifung und Rattenschwarm — sowie ein Arsenal aus tödlichen und nicht-tödlichen Waffen stehen je nach gewählter Vorgehensweise zur Verfügung. Eines der besten Spiele seiner Generation, das dem Spieler immense kreative Freiheiten gewährt.
Dishonored im Test
MAX
Art-Design
★★★★★
"Ikonisch"
4/5
Musik
★★★★★
"Hervorragend"
4/5
Story
★★★★★
"Fesselnd"
Eine Industriestadt mit der Anmutung eines Gemäldes, stilisierte viktorianische Architektur und kränkliches Licht: Dunwall komponiert einen schmutzigen Steampunk von seltener Geschlossenheit. Der fast malerische Strich der Kulissen verleiht eine starke, eigenwillige Identität. Diese Bildregie, dicht und inspiriert, steht als Referenz des Autoren-Level-Designs.
Daniel Licht schreibt für Dunwall eine Musik des Wracks: Violinen, gezupft und knarrend wie Takelage, ein verstimmtes Klavier, Flächen, die Pest ausschwitzen. Der Gipfel der Klangarbeit bleibt The Drunken Whaler, ein traditionelles Seemannslied, umgeschrieben für die Walfängerstadt, Kinderstimmen und makabrer Text, das in einem Abzählreim alles verdichtet, was das Spiel über sein krankes Reich erzählt.
Die Erzählung zieht den Spieler über das Chaos zur Rechenschaft: Jeder Mord nährt die Pest, vermehrt die Ratten und verdüstert die Dialoge, bis hin zum veränderten Ausgang. Die kleine Emily dient als Spiegel, ihre Zeichnungen und Spiele ahmen Corvos Verhalten nach, ob Schreckgestalt oder maßvoller Rächer. Rache ist hier weniger ein Recht als eine Lektion, die man, gewollt oder nicht, einer künftigen Kaiserin erteilt.
Ein Arkane-Schleichspiel, das in einer pestzerfressenen Steampunk-Stadt seltene Freiheit der Herangehensweise bietet und übernatürliche Kräfte mit folgenreicher Moral mischt. Im Westen breit vertrieben, liegt sein Reiz in diesem Status als gefeiertes Autorenwerk statt in Knappheit, seine Auflage bleibt zugänglich. Ein erstklassiges Stück für Fans der Immersive Sim und der Spielfreiheit.
Ein Kult-Cover
Corvos Maske, halb Maschine, halb Schädel, starrt den Spieler aus einem industriellen Halbdunkel aus Ruß und Öl an. Die Kälte des maskierten Blicks und die Steampunk-Atmosphäre vermitteln Rache und übernatürliche Macht. Elegant und bedrohlich, entwirft sie eine Welt aus Verschwörung und Pest.
Eine fragwürdige Moral
Ausgestattet mit übernatürlichen Kräften und einer gut geschliffenen Klinge durchstreift man eine korrupte Stadt im Namen von Gerechtigkeit und Rache. Doch das Spiel zählt das „Chaos“ bei jeder durchtrennten Kehle mit, als wollte es leise daran erinnern, dass der Mann im Schatten vor allem eine Spur von Leichen hinterlässt. Die Erbin retten und dabei Morde häufen: ein Widerspruch zum Schmunzeln.
Lohnt sich Dishonored 2026 noch?
Auf Xbox 360 2012 erschienen, baut Arkane Studios' Dishonored ein immersives Actionspiel von bemerkenswerter Freiheit, in dem sich jedes Ziel durch Schleichen, übernatürliche Kräfte oder brutale Gewalt ausschalten lässt. Als verratener, zu Unrecht beschuldigter Leibwächter bewegt sich Corvo durch die von Pest und Industrie zerfressene Stadt Dunwall, dank des Blinzelns, das die Fortbewegung revolutioniert. Das Chaossystem, bei dem Tödlichkeit Welt und Ende verändert, belohnt Konsequenz. Die inspirierte Bildsprache und das makellose Leveldesign faszinieren weiter. Für Freunde immersiver Spiele bleibt dieser Klassiker unverzichtbar.