Das erste Lufia, niedlich und klassisch, das vom Prolog an verzaubert. Altmodische Kämpfe, aber liebenswerte Story.
Euer Urteil
Kategorie
Rollenspiel1 Spieler12+
Beschreibung
Rundenbasiertes RPG mit Maxim gegen die Sinistrals. Von Natsume, erschienen in den USA 1993. Vogelperspektive, Dungeon-Rätsel, episches Szenario. Amerikanische Version von Estpolis Denki, erster Lufia-Teil.
Lufia & the Fortress of Doom im Test
4/5
Art-Design
★★★★★
"Markant"
4/5
Musik
★★★★★
"Hervorragend"
4/5
Story
★★★★★
"Fesselnd"
Neverland zeichnet eine bewusst sanfte Welt: Dörfer mit runden Dächern, karierte Felder, bläuliche Höhlen und Gegnersprites mit beinahe freundlichen Gesichtern. Die Dialogporträts und Menüfenster, in tiefes Blau gefasst, geben dem Spiel die Anmutung eines Märchenbuchs, die die amerikanische Ausgabe Lufia unverändert übernahm.
Yasunori Shiono schreibt eine warme Musik, die auf Melodie statt auf technische Vorführung setzt: Dorfthemen mit klaren Flöten, Verliesmärsche auf gezupften Saiten, ein Hauptmotiv, das immer wieder variiert wiederkehrt. Das Eröffnungsstück, noch vor der ersten Eingabe, gibt den Ton einer Geschichte vor, die mit ihrem Ende beginnt.
Der Auftakt ist ein Meisterstück: Man spielt sogleich die vier Helden auf dem Höhepunkt ihrer Macht beim Sturm auf die Festung der Sinistrals, und man gewinnt. Dann springt das Spiel ein Jahrhundert voraus und übergibt den Rest einem gewöhnlichen Nachfahren. Die gesamte Erzählung besteht danach darin zu begreifen, was dieser Sieg wirklich gekostet hat.
Die NTSC-Fassung von Estpolis Denki, dieses Modul ist das allererste Lufia auf dem amerikanischen Markt, der Grundstein einer Kult-JRPG-Reihe. Dieser Serien-Ursprungsstatus, gepaart mit bescheidenen US-Auflagen, macht es zu einem der begehrtesten Lufia-Titel jenseits des Atlantiks. Eine komplette US-Pappschachtel mit Anleitung und Kartenblatt treibt den Wert deutlich, und gegradete versiegelte Exemplare erreichen die Spitze. Lose bleibt das Modul erschwinglicher, behält aber echte Nachfrage.
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Estpolis Denki, im Westen als Lufia & the Fortress of Doom bekannt, eröffnet die Neverland Reihe mit einem klassischen Old School JRPG. Der Prolog kehrt die gewohnte Struktur um, indem er die Nachfahren ans Ende stellt, und Maxims Reise erstreckt sich anschließend über eine großzügige Welt. Das Kampfsystem bleibt klassisch, aber lesbar, der warme Soundtrack prägt die Identität. Das Tempo zeigt sein Alter beim Grinden. Empfohlen für Nostalgiker.