Meisterhafter God of War-Nachfolger, der die PS2 an ihre absoluten Grenzen treibt. Kratos steht den Göttern des Olymp in noch titanischeren epischen Sequenzen gegenüber. Die Inszenierung erreicht auf der Konsole unerreichte Höhen. Ein grandioser Abschluss für die Franchise auf PS2.
Euer Urteil
Kategorie
Action-Adventure1 Spieler18+
Beschreibung
Eine westliche und asiatische Fortsetzung von Sony Santa Monica aus dem Jahr 2007, die die Formel des ersten Teils noch weiter treibt. Kratos stellt sich den Schicksalsschwestern, um seine eigene Bestimmung umzuschreiben, in einer für die PS2 gigantischen Produktion mit fliegendem Pegasus, dem Titanen Atlas und einem epischen Finale.
God of War II im Test
MAX
Art-Design
★★★★★
"Ikonisch"
MAX
Musik
★★★★★
"Legendär"
4/5
Story
★★★★★
"Fesselnd"
Noch überdimensionierter, entfaltet dieser Teil titanische Kulissen, danteske Kämpfe und atemberaubende Panoramen. Die filmische Inszenierung gewinnt an Ausmaß und beherrschter Gewalt. Diese visuelle Verschwendung, dunkel und grandios, beschließt die PS2-Ära mit einer glänzenden technischen Demonstration.
Noch weiter, schaltet die Partitur die epische Wut einen Gang höher und häuft grandiose Chöre und Orchesterhöhenflüge von verheerender Wucht an. Die Musik umfängt jedes titanische Duell mit der Intensität eines Sandalenfilms. Dieser klangliche Exzess, perfekt im Einklang mit dem Ehrgeiz des Spiels, veredelt Kratos' Zorn.
Gameplay
"Meisterhaft"
Größer und schärfer als der Vorgänger, treibt dieses Kapitel die Action mit Luftcombos, Sekundärwaffen und titanischen Bossen voran, die mit seltener Maßlosigkeit inszeniert sind. Das Tempo lässt nie nach und jeder Kampf bleibt glasklar lesbar. Als Vollendung der Formel auf der Konsole bietet es ein Action-Erlebnis, das man noch immer ohne die geringste Ermüdung genießt.
Spaß
"Schon in den ersten Sekunden"
Der Nachfolger denkt an jeder Front größer: noch flottere Kämpfe, titanische Bosse und Schauplätze von atemberaubendem mythologischem Ausmaß. Verheerende Combos zu verketten und Gegner schwungvoll zu erledigen, schenkt eine sofortige, konstante Befriedigung. Spektakulär, großzügig und von blendender technischer Meisterschaft, ein Höhepunkt des Genres auf der Konsole.
Suchtfaktor
"Süchtigmachend"
Kratos' Zorn noch weiter zu treiben, indem man titanische Kämpfe, Rätsel und Akrobatik im Herzen der griechischen Mythologie aneinanderreiht, lässt dem Spieler keine Atempause. An Macht zu gewinnen und die Geheimnisse zu erjagen entfacht unablässig das Vorankommen. Das Schema bleibt dem ersten Teil nahe, doch dieser Ideenreichtum und diese Inszenierungsintensität bewahren einen beständigen Sog.
Ein Nachfolger, der Sonys mythologische Action zu ihrem technischen Höhepunkt auf der Konsole treibt, von vielen als Höhepunkt der Reihe auf PS2 gehalten. Im Westen noch recht verbreitet, liegt sein Interesse in diesem Ruf als Apex und Endzeit-Aushängeschild statt in Knappheit. Ein erstklassiges Stück für Fans epischer Action, die das Beste von Kratos auf der Maschine wollen.
Denkwürdige Bosse
Die Grenzen der Größe noch weiter treibend, eröffnet diese Fortsetzung mit dem titanischen Koloss von Rhodos und reiht Griffe gegen überdimensionale Kreaturen des griechischen Mythos aneinander. Einen riesigen Gegner zu packen, um ihn mit einer kontextuellen Geste zu erledigen, vermittelt ein seltenes Machtgefühl. Größer und wilder, treibt seine Wächtergalerie die Inszenierung des Bosskampfes auf die Spitze.
Ein Kult-Cover
Weiträumiger als der Vorgänger stellt das Artwork Kratos einer kolossalen Bedrohung gegenüber, in einer Komposition, die Maßstab und epischen Atem dehnt. Die rotgoldenen Töne und der Rauch sprechen von Eskalation: Der Geist von Sparta fordert nun die Götter selbst heraus. Spektakulär und gespannt, verspricht das Bild eine noch maßlosere mythologische Tragödie.
Eine fragwürdige Moral
Die als epische Rache gegen den Olymp verkaufte Queste übersetzt sich vor allem in einen ununterbrochenen Strom von Soldaten, Kreaturen und Unschuldigen, die mit spektakulärer Wut zerteilt werden. Man begleitet diesen rasenden Helden ohne Zögern, geblendet von der Inszenierung, obwohl sein Verständnis von Gerechtigkeit meist darauf hinausläuft, alles auf seinem Weg in Fetzen zu reißen.