Absolutes Meisterwerk von Santa Monica Studio. Kratos, ein rachedurstig-spartanischer Krieger, reißt sich durch griechische Götter in titanischen Konfrontationen. Epische Inszenierung, geniale Rätsel und schnelles Gameplay machen es zu einem der besten Erlebnisse auf PS2.
Euer Urteil
Kategorie
Action-Adventure1 Spieler18+
Beschreibung
Koreanische Ausgabe von God of War aus dem Jahr 2005 unter dem Titel "Yeonghonui Banyeokja" ("Rebell der Seelen"). Dieselben Chaos-Blades-Kämpfe und dieselbe Rachegeschichte um Kratos gegen Ares wie in der internationalen Fassung, jedoch mit koreanischer Oberfläche und Untertitelung sowie marktgerechter Verteilung durch SCEK.
God of War - Yeonghonui Banyeokja im Test
MAX
Art-Design
★★★★★
"Ikonisch"
MAX
Musik
★★★★★
"Legendär"
4/5
Story
★★★★★
"Fesselnd"
Grandiose griechische Mythologie, kolossale Architektur und goldenes Licht: Kratos' Abenteuer hat die Anmutung eines verheerenden Monumentalfilms. Die filmischen Bildausschnitte und überdimensionierten Kulissen beeindrucken bei jedem Schritt. Dieses visuelle Ausmaß, dunkel und spektakulär, verschob die Grenzen der Inszenierung auf der Konsole.
Donnernd und martialisch, entfaltet die Musik epische Chöre, massive Perkussion und wütende Streicher, um Kratos' Rache in der griechischen Mythologie zu begleiten. Jeder Kampf erhebt sich wie ein Kriegsgemälde von erdrückender Intensität. Diese klangliche Größe, so gewaltig wie das Spiel, trifft von den ersten Noten an.
Gameplay
"Meisterhaft"
Horden mit den Chaos Blades niederzumähen und zwischen spektakulären Hinrichtungen und rasanten Rätseln zu wechseln – die Action bewahrt einen Rhythmus und eine Klarheit, die vorbildlich bleiben. Das Gefühl roher Macht, untermalt von permanenter Inszenierung, bleibt mit dem Controller in der Hand völlig ungebrochen. Das Kampfsystem ist schlichter als das der Nachfolger, doch seine brutale Wirksamkeit ist keinen Tag gealtert.
Spaß
"Schon in den ersten Sekunden"
Horden mythologischer Kreaturen mit verketteten Klingen zerschneiden, das Gemetzel mit spektakulären Finishern krönen: kathartische Gewalt paart sich mit atemberaubender Inszenierung. Das rasende Tempo und die Klarheit der Kämpfe machen jeden Schlagabtausch zur Freude. Brutal, episch und meisterhaft umgesetzt, ein Gipfel der Action auf der Konsole.
Suchtfaktor
"Süchtigmachend"
Die Klingen des Chaos auf Horden von Kreaturen zu entfesseln, ein Rätsel zu lösen und dann einen Titanen in einem maßlosen Kampf zu bezwingen reiht Spektakel und Vorankommen ohne die geringste Atempause aneinander. Seine Kräfte aufzurüsten und die Truhen aufzuspüren weckt die Lust voranzukommen. Die repetitive Gewalt ist etwas spürbar, doch dieser unerbittliche Rhythmus und diese mythologische Inszenierung bleiben fesselnd.
Eine asiatische oder koreanische Auflage dieses mythologischen Sony-Actionspiels, aus Märkten mit schmalem physischem Vertrieb, was sie deutlich seltener macht als die westlichen Ausgaben. Diese kaum dokumentierte regionale Veröffentlichung reizt Sammler, die auf die seltensten Varianten einer großen Saga achten. Ihre Begehrtheit beruht vor allem auf dieser geografischen Knappheit statt auf der Verbreitung des Spiels.
Denkwürdige Bosse
Von der riesigen Hydra, die aus den Wellen steigt, macht diese mythologische Reise den Gigantismus zu ihrem Markenzeichen: antike Monster und Götter überragen einen winzigen, aber wütenden Kratos. Kontextuelle Hinrichtungen, im richtigen Moment ausgelöst, erledigen diese Kolosse in choreografierter Gewalt. Zwischen roher Kraft und grandioser Inszenierung definierten seine Kämpfe das Action-Spektakel neu.
Ein Kult-Cover
Aschgraue, rot durchzogene Haut, an die Handgelenke gekettete Klingen: Kratos brüllt im Herzen einer antiken Feuersbrunst. Die frontale Komposition und die Asche-und-Blut-Palette vermitteln ungeschönt die Wut und die Maßlosigkeit des neu erzählten griechischen Mythos. Brutal und magnetisch, setzt das Bild auf einen Blick die Ikone, die eine ganze Action-Generation prägen wird.
Eine fragwürdige Moral
Die als epische Rache gegen den Olymp verkaufte Queste übersetzt sich vor allem in einen ununterbrochenen Strom von Soldaten, Kreaturen und Unschuldigen, die mit spektakulärer Wut zerteilt werden. Man begleitet diesen rasenden Helden ohne Zögern, geblendet von der Inszenierung, obwohl sein Verständnis von Gerechtigkeit meist darauf hinausläuft, alles auf seinem Weg in Fetzen zu reißen.