Umstrittener Rockstar-Stealth-Thriller, bei dem verstecktes Töten im Kern des Gameplays steht. Die bedrückende Atmosphäre, das Katz-und-Maus-Gameplay und die Snuff-Film-Satire sind verstörend, aber brilliant. Ein Titel, der wagt, wo wenige wagten, unfair für seine Gewalt beurteilt.
Euer Urteil
Kategorie
Action-Adventure1 Spieler18+
Beschreibung
Ein Stealth-Action-Spiel von Rockstar North aus dem Jahr 2003 (USA, Europa). Der zum Tode verurteilte James Earl Cash wird gerettet, um zum unfreiwilligen Hauptdarsteller eines vom "Director" in Auftrag gegebenen Snuff-Films zu werden. Eine rohe Atmosphäre, nach Tarnung gestaffelte Nahkampfhinrichtungen und eines der umstrittensten Spiele der PS2.
Manhunt im Test
4/5
Art-Design
★★★★★
"Markant"
4/5
Musik
★★★★★
"Hervorragend"
MAX
Story
★★★★★
"Meisterhaft"
Gezwungen, für die Kamera eines wahnsinnigen Regisseurs zu töten, durchquert ein zum Tode Verurteilter eine wie ein Snuff-Film inszenierte Nacht des Grauens. Bewusst verstörend, errichtet die Erzählung eine eiskalte Satire auf Gewalt als Spektakel und Voyeurismus. Beklemmend und radikal, provoziert sie ebenso, wie sie fasziniert, und hat nichts von ihrer Wucht verloren.
US-Ausgabe von Manhunt, bei der die Kontroverse eine andere Wendung nahm: keine massenhafte Rücknahme aus den Regalen wie in Europa, sondern eine erbitterte landesweite Debatte über Gewalt in Videospielen, die den Titel in den USA zum Symbol machte. Die NTSC-Fassung bleibt der originale Bezugspunkt des Spiels und war breiter verfügbar als die ausgelistete PAL, was ihre Seltenheit dämpft. Ihr Reiz beruht auf der anrüchigen Aura und dem Kultstatus des brutalen Stealth, nicht auf einem Verschwinden aus dem Handel.
Eine fragwürdige Moral
Direkter geht es kaum: Man richtet seine Verfolger aus dem Schatten hin, auf Geheiß eines Regisseurs, der das Ganze wie einen Snuff-Film dreht. Das Spiel setzt bewusst auf Unbehagen und schmierige Satire, sodass man halb hinter dem Kunstargument versteckt vorrückt, im Bewusstsein, an einem Schauspiel teilzunehmen, dessen Grausamkeit genau das Thema ist.
Lohnt sich Manhunt 2026 noch?
Ein Stealth Actionspiel von Rockstar: Manhunt versetzt den Spieler in einen interaktiven Snuff Film, in dem ein Verurteilter Gangs mit abgestufter Brutalität hinrichten muss, um zu überleben, gejagt von einem sadistischen Regisseur. Die schmierige Stimmung, die Spannung der heimlichen Tötungen und das bewusste Unbehagen machen es zu einem markanten, provokanten Werk. Die extreme Gewalt, die Wiederholung und eine gealterte PS2 Umsetzung halten es einem kundigen Publikum vor. Ein düsteres Stealth Spiel für Freunde verstörender Erlebnisse.