Sony San Diego Action-Adventure in einem polynesischen Universum. Das gestenbasierte Kampfsystem mit Stammes-Runen ist originell. Von pazifischen Kulturen inspirierte Kunstregie und imposante Feinde. Ein exotischer, unterschätzter Titel auf PS2.
Euer Urteil
Kategorie
Action-Adventure1 Spieler16+
Beschreibung
Ein Action-Adventure von SCEA und SIE Bend Studio aus dem Jahr 2002 (USA, Europa, Japan), die erste große PS2-Produktion des Studios. Rau, ein junger polynesischer Krieger mit einem Adler-Begleiter, muss das Mark of Kri zurückerobern, um sein Dorf zu retten. Ein originelles "Draw Stick"-Kampfsystem und eine aborigine Ästhetik im Stil von Disneys Tarzan.
Mark of Kri, The im Test
MAX
Art-Design
★★★★★
"Ikonisch"
4/5
Musik
★★★★★
"Hervorragend"
3/5
Story
★★★★★
"Solide"
Ein von Disney-Animation inspirierter Strich, geschmeidige Konturen und warmes Licht, angewandt auf eine unerwartete kriegerische Gewalt: Der Kontrast ist die ganze Stärke des Stils. Die tribalen Kulissen und ausdrucksstarken Silhouetten ergeben eine eigenwillige Eleganz. Diese visuelle Regie, edel und untypisch, bleibt eine eindrückliche grafische Kuriosität.
Die japanische Fassung von The Mark of Kri, einem Sony-Actionspiel mit Märchentrickfilm-Ästhetik, etwas weniger verbreitet als die westlichen Ausgaben. Diese heimische Ausgabe reizt Sammler grenzübergreifender Veröffentlichungen eines untypischen westlichen Titels in Japan. Ihr Interesse liegt in dieser lokalen Auflage und der ursprünglichen Aufmachung statt in ausgeprägter Knappheit, in einer Nische von Fans eigenwilliger Action.
Ein verkanntes Juwel
Unter dem polynesischen Cartoon-Äußeren steckt ein überraschend brutales Actionspiel, dessen Mehrfachvisier Nahkämpfe von seltener Eleganz orchestrieren lässt. Dieser Kontrast verwirrte zum Start sicher manche. Kaum bekannt, spricht es Fans bedächtiger Action und Stealth an, die bereit sind, eine einzigartige Kunstrichtung zu entdecken.
Lohnt sich Mark of Kri, The 2026 noch?
Auf PS2 2002 erschienen, vermählt SCE San Diegos Projekt eine von Disney Animation inspirierte Bildsprache mit einer erstaunlich rohen kriegerischen Gewalt. Der Held Rau kämpft mit Klinge und Bogen in Schauplätzen polynesischer Note, über ein originelles Zielsystem, in dem man mehrere Gegner mit einer Stickbewegung markiert, ehe man tödliche Combos entfesselt. Stealth und die Klangarbeit steigern die Spannung. Die Kamera und die Steifheit mancher Passagen verraten das Alter. Eine atypische, vergessene Kuriosität für Freunde eigenwilligen Action Adventures.