Mother 3 auf dem GBA, ein absolutes Meisterwerk exklusiv für Japan. Erschütternde Geschichte, Musik von Shogo Shimomura, allgegenwärtiger schwarzer Humor. Unter den berührendsten RPGs, die je gemacht wurden.
Euer Urteil
Kategorie
Rollenspiel1 Spieler12+
Beschreibung
RPG entwickelt von Nintendo und Brownie Brown, von Nintendo in Japan im April 2006 veröffentlicht. Lucas, ein junger Junge aus einem friedlichen Dorf, wird in einen Konflikt mit der Pigmask-Armee hineingezogen, die seine Insel invadiert und deren Bewohner korrumpiert. Zutiefst ergreifende Handlung in sieben Kapiteln, rhythmusbasierte Kämpfe mit Tastenkombinationen, unvergessliche Charaktere und ein surreales Universum, das Zärtlichkeit und Ernst miteinander verwebt. Exklusiv für Japan, trotz weltweiter Nachfrage nie außerhalb des japanischen Marktes erschienen.
Mother 3 im Test
MAX
Art-Design
★★★★★
"Ikonisch"
MAX
Musik
★★★★★
"Legendär"
MAX
Story
★★★★★
"Meisterhaft"
Sprites von seltener Ausdruckskraft, ländliche Dörfer und melancholische Landstriche: Das Abenteuer pflegt jedes Tableau mit entwaffnender Zärtlichkeit. Die Sanftheit der Farben vermählt sich mit einer Erzählung von ungewöhnlicher emotionaler Intensität. Diese Bildregie, schlicht und überwältigend, prägt sich weit über das Pixel hinaus ein.
Bewegend und erfinderisch, mischt die Musik von Mother 3 über zweihundert Tracks, in denen Pop, Jazz und herzzerreißende Melodien einander antworten. Vom rührenden „Love Theme" bis zu den absurden Themen dient jede Weise einer Geschichte von seltener emotionaler Tiefe. Diese überbordende Partitur bleibt eine der beliebtesten des japanischen Spiels.
Im friedlichen Dorf Tazmily bekommt das Glück Risse und macht einer der ergreifendsten Erzählungen des Videospiels Platz. Trauer, Familie und der Verlust der Unschuld werden mit herzzerreißender Kühnheit behandelt, zwischen Lachen und Tränen. Diese mutige Geschichte, im Westen nie erschienen, verfolgt jeden, der sie entdeckt.
Gameplay
"Hervorragend"
Spaß
"Angenehm"
Suchtfaktor
"Süchtigmachend"
Einer erschütternden Geschichte kapitelweise zu folgen und dabei ein zur Musik rhythmisiertes Kampfsystem zu führen weckt unentwegt die Lust, die Fortsetzung zu erfahren. Voranschreiten, Ausrüsten und Schläge im Takt aneinanderreihen belohnt die Aufmerksamkeit. Das erzählerische Tempo erzwingt ruhige Momente, doch diese Erzählkraft und dieses musikalische Combo vereinnahmen bis zu einem unvergesslichen Finale.
Schwierigkeit
"Schwer"
Spieldauer
"Riesig"
In sieben Kapitel gegliedert, lässt dieses RPG eine erschütternde Geschichte atmen, ohne je zu hetzen: Figuren wechseln, Jahrzehnte vergehen, und jeder Bogen fügt seine Schicht aus Emotion und Erkundung hinzu. Das rhythmusbasierte Kampfsystem belohnt das Beherrschen von Combos, während die surreale Welt vor Details strotzt. Eine lange, doch nie ermüdende Reise und ein Japan-exklusiver Kultruf machen es zu einem Gipfel, dem Fans bis heute nachjagen.
Komplett; Box, Anleitung und Datenträger sehr sauber. Wenig benutzt.
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Sammlerwert
Japan exklusive Ausgabe von Mother 3, im April 2006 erschienen und trotz der zur Referenz gewordenen Fan Übersetzung nie offiziell von Nintendo lokalisiert. Nintendo Hartcase mit Obi mit Aufdruck Mother 3, Itoi Cover für das Territorium. Japan Auflage war marktbedingt bemessen, doch der mythische Stellenwert des Titels, Abschluss der Itoi Trilogie, die nie eine westliche Modulveröffentlichung erfuhr, macht ihn zu einem von Earthbound Vollsammlern systematisch markierten Stück, das die Saga im ursprünglichen physischen Format abschließt.
Denkwürdige Bosse
Unter seinem unschuldigen Äußeren verbirgt dieses bewegende Fresko ein Kampfsystem, in dem man Treffer im Rhythmus der Musik verkettet und jeden Boss in eine zu spielende Partitur verwandelt. Gegner, so seltsam wie liebenswert, vom mechanisierten Drachen bis zum rätselhaften Maskenmann, verbinden schrägen Humor mit aufrichtiger Emotion. Ein einfallsreicher Soundtrack und eine eigenwillige Schreibe machen diese Kämpfe unvergesslich.
Ein Kult-Cover
Pastellweichheit und eine fast kindliche Linie: Das japanische Cover versammelt Lucas und seine Gefährten in einer ländlichen Szenerie, getaucht in zartes Licht. Unter der scheinbaren Unschuld schimmert die Melancholie, die die Geschichte durchzieht, angedeutet durch gedämpfte Töne und die Ruhe der Szene. Das runde, warme Logo tut das Übrige: ein Märchenbild, das schon vor dem ersten Spielen berührt.
Wenn das Spiel die vierte Wand durchbricht
Der Abschluss einer geliebten Saga, durchzogen von Momenten, in denen die Geschichte zu wissen scheint, dass sie gespielt wird: Die Erzählung erlaubt sich Seitenbemerkungen, verwischt die Grenze zwischen der Handlung und dem, der sie durchlebt, und hebt sich eine letzte Ansprache von entwaffnender Zärtlichkeit auf. Ohne je zu viel zu verraten, macht das Spiel diese Vertrautheit mit dir zum Kern seiner Rührung.
Lohnt sich Mother 3 2026 noch?
Außerhalb Japans trotz einer sorgfältigen Fanübersetzung nie veröffentlicht, bleibt Mother 3 eines der eigenwilligsten und bewegendsten Rollenspiele aller Zeiten. Das dynamische Audio Rhythmus Kampfsystem fordert dazu auf, die Musik jedes Gegners zu lesen, die Schreibe verbindet Humor und Tragik mit seltener Präzision, und die Kapitelstruktur rüttelt an JRPG Konventionen. Lucas' Reise rund um die Nowhere Inseln wird von einem unvergesslichen Soundtrack getragen. Für Freunde autorenhafter Rollenspiele ein nicht zu versäumendes Erlebnis.