Eine fragwürdige Moral
Mit sechzehn per Anhalter vor einem autoritären Regime zu fliehen, rechtfertigt am Ende so ziemlich alles: an der Tankstelle klauen, einen Autofahrer betrügen, gar sabotieren oder zuschlagen, um über die Grenze zu kommen. Die Sehnsucht nach Freiheit hüllt jedes kleine Vergehen in bequeme Legitimität, und wir stecken ein paar Scheine ein, fest auf der guten Seite. Die Kluft zwischen dem Fluchtideal und dem nicht immer sauberen Durchwursteln verleiht der Reise einen bittersüßen Beigeschmack.