Rune Factory Frontier, Marvelous-Farming-RPG-Sim, in dem Raguna in der schwebenden Stadt Trampoli ankommt. Feldfrüchteanbau, Tierzucht, Romanze mit Dorfbewohnerinnen, Action-RPG-Dungeon-Erkundung. Einzigartige Rune-Mechanik, bei der Energie Magie und Landwirtschaft antreibt. Bester Rune Factory laut vielen Fans.
Euer Urteil
Kategorie
Simulation1 Spieler7+
Beschreibung
Farm-RPG, entwickelt von Neverland und veröffentlicht von Rising Star Games in Europa im März 2011. Raguna bricht mit allem ab und kommt in die Stadt Trampoli, um eine Farm zu bewirtschaften und in Dungeons gegen Monster zu kämpfen. Das Spiel bietet jahreszeitliche Anbauzyklen, Handwerk, soziale Beziehungen und Heirat, ein Echtzeit-Kampfsystem in den Dungeons sowie eine geheimnisvolle Handlung rund um eine Geisterinsel. Erster Rune-Factory-Teil auf der Wii in Europa.
Rune Factory - Frontier im Test
4/5
Art-Design
★★★★★
"Markant"
4/5
Musik
★★★★★
"Hervorragend"
4/5
Story
★★★★★
"Fesselnd"
Das Tal wird viermal im Jahr neu bemalt. Neverland ändert nicht nur das Laub, sondern das Licht, die Höhe des Grases, die Farbe der Dächer unter Schnee, sodass derselbe Weg von Jahreszeit zu Jahreszeit nie gleich aussieht. Die Kreaturen, rund genug gezeichnet, dass man sie im Stall behalten möchte, verwischen vollends die Grenze zwischen Bestiarium und Viehbestand.
Die Arbeit auf dem Hof geschieht im Dreiertakt. Die meisten Themen des Anwesens sind als Walzer geschrieben, was Aussaat und Bewässerung eher den Schwung eines Tanzes als den Takt einer Pflicht gibt. In der Stadt hat jeder Laden sein eigenes kleines Charakterstück, bei dem einen Akkordeon, beim anderen Cembalo, und man erkennt einen Händler an seiner Melodie, bevor man seine Tür sieht.
Die Erzählung verweigert die großen Szenen. Ein junger Mann kommt in einen Marktflecken, weil ein Mädchen ihn ohne Erklärung verlassen hat, und die Nachforschung läuft zwischen zwei Ernten, über wiederholte Gespräche und kleine Gefälligkeiten. Über dem Dorf schwebt eine Insel, die langsam sinkt, die einzige sichtbare Bedrohung, und das Drama knüpft sich im Tempo der Jahreszeiten, nicht der Wendungen.
Gameplay
"Hervorragend"
Spaß
"Angenehm"
Suchtfaktor
"Süchtigmachend"
Morgens das Feld bestellen, nachmittags in ein Verlies hinabsteigen und im Dorf Bande knüpfen — daraus wird ein Alltag, in dem jeder Tag Ernten, Kämpfe und kleine Ziele aneinanderreiht. Den Hof, die gezähmten Monster und die Beziehungen wachsen zu sehen, weckt immer neu die Lust auf ein weiteres Morgen. Tempo und Rune-Point-Verwaltung lasten darauf, doch diese Verschmelzung aus Hof und Abenteuer behält einen sanften, zähen Sog.
Schwierigkeit
"Leicht"
Spieldauer
"Riesig"
Eine Farm in Trampoli aufzubauen bedeutet, sich auf einen endlosen Jahreszeitenrhythmus einzulassen: Man sät, erntet, züchtet, schmiedet und fertigt im Takt der Anbauzyklen und durchstreift zugleich Dungeons im Echtzeitkampf. Dazu kommen Freundschaften, Werben und Heirat sowie eine geheimnisvolle Handlung um die Geisterinsel, die den Fortschritt antreibt. Dieses Geflecht ineinandergreifender Routinen begründet seinen Ruf als Farm-Rollenspiel für Dutzende Stunden.
Rune Factory Frontier, eine Neverland-Mischung aus Farming-Simulation und Action-RPG, die Feldanbau, Dungeons und Dorfleben in warmem Geist verbindet. Von Genre-Fans noch recht gesucht, beruht das Sammlerinteresse auf dieser liebenswerten Hybridformel und einer anhaltenden Nischennachfrage statt auf einer hergestellten Knappheit. Ein erstklassiges Stück für Sammler von Lebenssimulationen auf der Konsole.
Ein verkanntes Juwel
Eine Kreuzung aus Farm-Simulation und Action-RPG, die Anbau, Jahreszeiten und das Erkunden monstergefüllter Dungeons abwechselt, deren Bestien sich zähmen lassen. Seine Nische und das gemächliche Tempo hielten es fern vom Massenmarkt. Für Freunde wohltuenden Landlebens mit einer Prise Abenteuer ein reicher, warmer Rückzugsort, allzu oft im Katalog vergessen.
Lohnt sich Rune Factory - Frontier 2026 noch?
2008 in Japan und 2009 im Westen auf Wii erschienen, vermählt Neverlands Projekt Farmsimulation und Action Rollenspiel in einem Dorf, in dem man seine Felder bestellt, gezähmte Monster züchtet und Dungeons mit dem Schwert erkundet. Die Pflanzenverwaltung über die Jahreszeiten, die eigenwillige Runey Mechanik, die die Fruchtbarkeit des Landes regelt, und die Bande zu Bewohnern ergeben eine reiche, beruhigende Schleife. Die warme Bildsprache und die Tempofreiheit bezaubern. Die Dichte der Systeme und das Mikromanagement der Runeys schüchtern ein. Ein hervorragendes Lebensspiel.