Saints Row The Third treibt die Formel in volle Ekstase, mit Steelport, wahnwitzigen Gadgets und Humor, der die Popkultur wie nie zuvor umarmt. Das Tempo ist rasant, der Koop urkomisch, und die Reihe findet hier ihren perfekten Ausgleich zwischen Parodie und straffer Action.
Euer Urteil
Kategorie
Action-Adventure1 Spieler18+
Beschreibung
Saints Row: The Third ist ein Open-World-Actionspiel, das von Volition entwickelt und im November 2011 von THQ veröffentlicht wurde. Der Boss der Saints übernimmt mit seiner Gang die Stadt Steelport in einem völlig abgedrehten Krieg gegen das Syndikat und verschiedene kriminelle Gruppierungen. Das Spiel glänzt durch ungezügelten, absurden Humor, verrückte Aktivitäten wie den Versicherungsbetrug, sowie eine umfassende Anpassung von Charakter und Gang. Saints Row: The Third verabschiedet sich vom Realismus zugunsten eines komplett irrsinnigen Sandbox-Erlebnisses.
Saints Row - The Third im Test
4/5
Art-Design
★★★★★
"Markant"
4/5
Musik
★★★★★
"Hervorragend"
4/5
Story
★★★★★
"Fesselnd"
Steelport gibt jede Plausibilität auf: violettes Neon auf den Hochhäusern, riesige Gangstatuen mitten auf der Straße, Gegner in mexikanischen Wrestlerkostümen oder bläulichen Digitalanzügen. Die Waffen ziehen nach, von der aufblasbaren Faust bis zur Haikanone, und die ganze Stadt wirkt eher als Showkulisse denn als bewohnbarer Ort.
Das Spiel baut seine Höhepunkte um einen vorab gewählten Song: ein Fallschirmangriff zu einem deutschen Rockstück der Achtziger, ein kostümierter Ausflug zu einem Popsong des Jahrzehnts, wobei die Musik vor der Handlung eintrifft, um deren Register anzukündigen. Diese Inszenierung durch den Hit, dem Actionkino entlehnt, ersetzt hier jede Originalpartitur.
Die Saints sind keine Bande mehr, sondern eine Marke: Actionfiguren mit ihrem Konterfei, ein Energydrink, ein Film in Vorbereitung, und gerade dieser Ruhm zieht ein internationales Verbrechersyndikat an. Die Erzählung gewinnt daraus einen unerwarteten Kommentar zur kommerziellen Vereinnahmung einer Rebellion und steht zugleich zu einer Kette von Situationen, deren jede die vorige an Absurdität übertreffen will.
Gameplay
"Hervorragend"
Spaß
"Schon in den ersten Sekunden"
Übermaß auf die Spitze getrieben: unmögliche Stunts, absurde Waffen und Missionen, eine irrer als die andere, in einer dem Chaos geweihten offenen Stadt. Der überzogene Humor und die totale Freiheit machen aus jeder Spritztour ein jubelndes Fest des Unsinns. Flott, großzügig und urkomisch, ein Open-World, das seinen Wahnsinn voll bekennt und ungezügelten Spaß garantiert, besonders zu zweit.
Saints Row The Third, ein Volition-Open-World-Actionspiel, das seine Maßlosigkeit und seinen Humor voll auslebt und die bewusst übertriebene Wende der Reihe markiert. Sehr verbreitet, ist das Sammlerinteresse bescheiden, die Begehrtheit beruht auf seinem ungehemmten Ton und einer anhaltenden Nachfrage statt auf Knappheit. Ein zugängliches Stück für eine Action-Sammlung der Konsole, von Fans des Austobens geschätzt.
Eine fragwürdige Moral
Eine Bande zu führen, die zur Handelsmarke und schließlich glatt präsidial wird, erlaubt so ziemlich alles: Raubzüge, irrwitzige Stadtzerstörung und immer absurdere Waffen. Der ironische Ton ist so dick aufgetragen, dass man das wachsende Vorstrafenregister schnell vergisst und diesen großen kriminellen Tummelplatz als erklärte Parodie statt als Gauner-Handbuch genießt.
Lohnt sich Saints Row - The Third 2026 noch?
Auf Xbox 360 2011 erschienen, lebt Volitions Saints Row The Third seine Verrücktheit voll aus, indem es den kriminellen Sandkasten in einen entfesselten, übertriebenen Spielplatz verwandelt, in dem das Lächerliche nie eine Grenze ist. Mit dem Panzer zu stürmen, mit einem riesigen Dildo zu kämpfen oder im freien Fall aus dem Flugzeug zu springen, schenkt ein unmittelbares, urkomisches Vergnügen. Fahren und nervöses Schießen tragen ein rasendes Tempo. Ernst und Kohärenz sind hier nicht das Ziel. Doch die pure Entladung ist jubelnd, besonders im Koop. Für Freunde ungehemmter Sandkästen behält der Titel einen starken Reiz.