Eher ein spielbares Pop-Album als ein klassisches Rhythmusspiel. Man gleitet durch traumhafte Szenen zu einem prächtigen Soundtrack, in einem Rausch aus Farbe und Bewegung. Sehr kurz, doch so flüssig und berauschend, dass man gern zurückkehrt.
Euer Urteil
Kategorie
Rhythmus1 Spieler7+
Beschreibung
Eine junge Frau auf dem Motorrad rast durch die Nacht, um ein zersplittertes Herz zu heilen. Veröffentlicht von Annapurna, weltweit 2019 erschienen. Auf den Beat getimte Action über dreiundzwanzig Tableaus, Verfolgungsjagden, Duelle und Stunts, verkettet zu einem betörenden Electro-Pop-Soundtrack.
Sayonara Wild Hearts im Test
MAX
Art-Design
★★★★★
"Ikonisch"
MAX
Musik
★★★★★
"Legendär"
2/5
Story
★★★★★
"Klassisch"
Ein Pop-Musikvideo in Bewegung: gesättigtes Neon, eine elektrische Pink-Violett-Palette und im Takt choreografierte Übergänge. Diese traumhafte Synthwave-Ästhetik, in der jede Szene wie ein Refrain fließt, macht das Spiel zum visuellen und klanglichen Trip von berauschender Flüssigkeit.
Das Werk von Daniel Olsén und Jonathan Eng macht das Synth-Pop-Album zum eigentlichen Motor des Spiels: Jedes Level ist ein Song, jede Aktion rastet in den Beat ein wie in einem interaktiven Musikvideo. Funkelnde Pop-Melodien, ätherische Stimmen und Dance-Pulse tragen einen traumhaften Ritt. Erlebnis und dieses Album, das man endlos hört, sind untrennbar.
Gameplay
"Meisterhaft"
Auf dem Motorrad rasen, Klingen kreuzen, im Takt eines unwiderstehlichen Electro-Pop wirbeln: Alles hängt am nahtlosen Fluss einer Inszenierung, die ihre dreiundzwanzig Tableaus in einem Atemzug aneinanderreiht. Der Anspruch ist bewusst sanft, eher Sinnesreise als Prüfung, wer echten Biss sucht, bleibt hungrig. Doch die Anmut der Bewegung und der visuelle Glanz fesseln weiterhin. Eine Stunde puren Rauschs, vollkommen intakt.
Spaß
"Schon in den ersten Sekunden"
Alles rast in einer Neonflut dahin, in der die Musik jede Kurve, jeden Sprung, jeden Schlag vorgibt. Kein Game Over bremst den Schwung, nur ein hypnotisches Pop-Tableau nach dem anderen, das man pur des Rausches wegen wiederholt. Kurz, intensiv und unmöglich loszulassen vor der letzten Note.
Kurz, doch blendend, reiht dieses spielbare Album seine Szenen wie Musikvideos, in denen der Beat jede Bewegung lenkt. Seine Kürze brachte ihm Kritik ein, und es verschwamm in Annapurnas vollem Katalog. Doch sein Rhythmusgefühl, die Neon-Pop-Ästhetik und ansteckende Energie machen es einzigartig. Ideal für einen Abend, an dem man sich nur vom Klang tragen lassen will.
Lohnt sich Sayonara Wild Hearts 2026 noch?
Sayonara Wild Hearts ist weniger ein Rhythmusspiel als ein interaktives Pop-Video von betörender Eleganz. Seine dreiundzwanzig Tableaus reihen Motorradjagden, Duelle und Akrobatik über einen Electropop-Soundtrack, der alles trägt, und das Erlebnis genießt man am besten am Stück in unter einer Stunde. Der Anspruch ist bewusst mild, was es eher zur Sinnesreise als zur Prüfung macht, und mancher wird diesen Biss vermissen. Doch die Geschmeidigkeit der Inszenierung und die grafische Schönheit bleiben überwältigend, und das Thema des gebrochenen Herzens trifft. Ein kurzes, sinnliches Werk, das nichts von seinem Reiz verloren hat.