Siren 2 setzt den japanischen Horror mit noch besserem Sightjacking fort. Isolierte Insel, furchterregende Kreaturen und depressive Stimmung. Zugänglicher, ebenso beklemmend.
Euer Urteil
Kategorie
Survival1 Spieler18+
Beschreibung
Ein SCE-Japan-Studio-Survival-Horror aus dem Jahr 2006, eine direkte Fortsetzung von Siren. Drei Jahre nach den Ereignissen des ersten Teils dient die Insel Yamijima als Schauplatz einer neuen Shibito-Invasion. Elf spielbare Charaktere wechseln sich in verdrehten Missionen ab, vertiefter Sightjack und noch dichtere Atmosphäre. Ein Hardcore-japanischer Kult, exklusiv in Asien und Japan vertrieben.
Siren 2 im Test
MAX
Art-Design
★★★★★
"Ikonisch"
4/5
Musik
★★★★★
"Hervorragend"
4/5
Story
★★★★★
"Fesselnd"
Eine abgelegene, vom Regen gepeitschte Insel, schwere Nebel und verstörende Kreaturen: Die Fortsetzung verfeinert ihren Horror-Realismus mit erhöhter Meisterschaft. Das ausgearbeitete Licht und die angstvollen Bildausschnitte führen einen diffusen Schrecken fort. Diese visuelle Regie, dicht und morbide, bestätigt eine kompromisslose Horror-Handschrift.
Die Fortsetzung verdichtet den klanglichen Horror mit dem Orchester. Wo der erste auf die bloßen Geräusche des Dorfes setzte, lässt dieser Teil gehaltene Chöre und tiefes Blech anschwellen, die die Insel in eine weite, fast filmische Bedrohung hüllen.
Drei Jahre nach dem ersten Drama gewinnt der Horror eine Insel: Yamijima. Eine neue Welle der Auferstandenen bricht dort los, und die Erzählung wechselt diesmal zwischen elf spielbaren Figuren, deren Missionen sich über eine noch verworrenere Nacht kreuzen.
Ein ehrgeizigerer Nachfolger von Toyamas Survival-Horror, Siren 2 verlängert die Beklemmung und das Sightjacking, ohne je in Nordamerika zu erscheinen, was es zum Gral für englischsprachige Fans macht. Seine japanischen und asiatischen Auflagen nähren dauerhafte Nachfrage. Sein Interesse liegt in diesem Fehlen einer nordamerikanischen Fassung ebenso wie in seinem Kultstatus.
Ein verkanntes Juwel
Diese Fortsetzung greift das Sightjacking in einer noch beklemmenderen Inselabgeschiedenheit auf, bevölkert von albtraumhaften Kreaturen. Nie in den USA erschienen, blieb sie eine der verborgensten Horror-Produktionen der Konsole. Nach wie vor zermürbend, richtet sie sich an erfahrene Horror-Fans, die kompromisslosen Schrecken suchen.
Lohnt sich Siren 2 2026 noch?
Auf PS2 2006 erschienen und aus Nordamerika herausgehalten, erweitert Sonys Projekt die erschreckende Formel des ersten Siren und mildert sie leicht, um sie zugänglicher zu machen. Der Sightjack, der durch die Augen der Kreaturen sehen lässt, um ihre Bewegungen vorauszusehen, bleibt im Herzen eines quälenden Stealth auf einer isolierten, verfluchten Insel. Die japanische Horror Atmosphäre, die zersplitterte Geschichte und die Klanginszenierung wahren eine seltene Intensität. Die Schwierigkeit bleibt hoch und die Steuerung veraltet. Eine ehrgeizige, wenig bekannte Fortsetzung.