Steambot Chronicles ist ein charmantes Unikum. Dampf-Open-World, anpassbares Trotmobil und vielfältige Minispiele. Iremscher Mix aus RPG, Abenteuer und Musik.
Euer Urteil
Kategorie
Action-RPG1 Spieler12+
Beschreibung
Ein Irem-und-Atlus-Action-Rollenspiel aus dem Jahr 2006, ein Lebens-/Abenteuerspiel in einem Steampunk-Insel-Universum. Vanilla, ein amnesischer junger Mann, wird von den Garage Rangers aufgenommen und erkundet die große Insel Greater Sodom an Bord eines Trotmobile (Mecha-Fahrzeug). Freier Kampf, soziale Erkundung (Musik, Dating, Fahren) und tausende anpassbarer Teile. Bizarr, charmant, völlig einzigartig.
Steambot Chronicles im Test
4/5
Art-Design
★★★★★
"Markant"
4/5
Musik
★★★★★
"Hervorragend"
4/5
Story
★★★★★
"Fesselnd"
Dieses Steampunk-Lebensspiel macht das Trotmobile zu seinem zentralen Motiv. Der Held durchstreift die große Insel Greater Sodom an den Steuern dieses retrofuturistischen Mecha-Vierbeiners, voll anpassbar aus seinen Tausenden Teilen, zwischen Hafenstädten, Land und offenen Straßen.
Die große klangliche Originalität des Spiels ist, dass die Musik ebenso gespielt wie gehört wird. Der Held kann Bands beitreten und selbst Stücke vortragen, Mundharmonika, Klavier, Kontrabass, in einem System, in dem der Spieler zum Musiker wird statt zum bloßen Hörer.
Die Erzählung beginnt mit einem leeren Blatt: Vanilla, ein amnesischer junger Mann, wird von den Garage Rangers aufgenommen und frei gelassen, zu werden, was er will. Ohne auferlegtes Schicksal kann er sich zum Helden, wandernden Musiker, Fahrer, Abenteurer oder Schurken machen, und die Geschichte formt sich nach seinen täglichen Entscheidungen statt nach einer vorgegebenen Handlung.
Ein eigenwilliger Sandkasten von Irem, Steambot Chronicles lässt einen frei in einer dampfbetriebenen Welt leben, in der man nach Belieben einen Mech steuert, Musik spielt oder Taxi fährt. In bescheidener Stückzahl erschienen, erwarb es den Ruf einer Kultkuriosität, gesucht von Fans unkonventioneller RPGs. Sein Interesse liegt in dieser einzigartigen Freiheit und dieser Nischennachfrage.
Ein verkanntes Juwel
Schwer zusammenzufassen, lässt dich diese kuriose Sandbox einen Dampfroboter steuern, während du Musik machst, Waren lieferst oder eine moralische Seite wählst. Seine Zerstreutheit und die bescheidene Umsetzung schadeten ihm. Doch seine ungezügelte Freiheit und der gebastelte Charme machen es zum Einzelstück, perfekt für Spieler, die ausgetretener Pfade müde sind.
Lohnt sich Steambot Chronicles 2026 noch?
Auf PS2 2006 erschienen, bietet Irems Projekt ein Open World Rollenspiel von entwaffnender Freiheit, in dem man einen Amnesiker an den Steuern eines Trotmobile spielt, eines modularen zweibeinigen Roboters, in einer dampfbetriebenen retrofuturistischen Welt. Das Spiel lässt seltenen Spielraum, vom Beruf des Musikers bis zum Taxifahren über Mecha Kampf, und das Moralsystem reagiert auf die Entscheidungen des Spielers. Der eigenwillige Charme dieses Abenteuers liegt in seinem lässigen Tempo und seiner bewussten Schrulligkeit. Die bescheidene Umsetzung und ein langsamer Start wiegen. Ein exzentrisches, liebenswertes Juwel.