Ein Open-World-Abenteuer nach Vorbild Neukaledoniens, in dem man gleitet, schwimmt und jedes Objekt oder Tier besetzt. Bewegungsfreiheit und kulturelles Flair machen den Reiz aus. Der Umfang bleibt schmal, doch die Reise wirkt erfrischend.
Euer Urteil
Kategorie
Open World1 Spieler7+
Beschreibung
Tchia durchstreift ein von Neukaledonien inspiriertes Archipel und versetzt ihre Seele in Tiere und Gegenstände. Veröffentlicht von Kepler, weltweit 2024 erschienen. Gleiten, Segeln und Apnoetauchen, Besitz von Kreaturen, eine spielbare Ukulele und weite tropische Landschaften.
Tchia im Test
MAX
Art-Design
★★★★★
"Ikonisch"
MAX
Musik
★★★★★
"Legendär"
4/5
Story
★★★★★
"Fesselnd"
Eine Südpazifik-Postkarte nach dem Vorbild Neukaledoniens: türkises Wasser, tropisches Licht und eine warme Stilisierung, die eine selten gezeigte Inselkultur feiert. Diese sonnige Palette, großzügig und exotisch, verleiht der offenen Welt einen sofortigen Hauch von Flucht.
In der Kultur Neukaledoniens verwurzelt, lässt die Musik kanakische Gesänge, Ukulelen und pazifische Perkussion über eine sonnendurchflutete Inselreise erklingen. Diese authentischen Stimmen vermitteln ein echtes Gefühl der Ferne, und ihre Sanftheit hüllt die Erkundung in eine ganz eigene Wärme.
Gameplay
"Meisterhaft"
Sich in jedes Tier oder Objekt zu projizieren, zu gleiten, zu tauchen und die Ukulele zu zupfen, ergibt eine fröhliche Freiheit, würdig der großzügigsten kindlichen Open Worlds. Die unbeschwerte Fortbewegung trägt das Abenteuer mehr als seine Systeme, die mitunter rau und arm an Aktivitäten sind. Doch dieses leichte Erkundungsgefühl und die kulturelle Aufrichtigkeit bewahren echte Einzigartigkeit.
Spaß
"Schon in den ersten Minuten"
Suchtfaktor
"Süchtigmachend"
Zwischen den Inseln eines von Neukaledonien inspirierten Archipels zu segeln und seelenspringend von einem Körper zum nächsten Tiere und Objekte zu bewohnen, nährt eine Entdeckerneugier, die den Moment, den Controller wegzulegen, immer weiter hinauszögert. Die Karte quillt über vor kleinen Geheimnissen, Schatzsuchen und Musiksessions, die das Abenteuer mit sanften Belohnungen spicken. Die tropische Schönheit und die Freiheit zu gleiten oder zu surfen laden ein, den Streifzug um seiner selbst willen zu verlängern. Vorbehalt: Die Schleife bleibt kontemplativ und mag herausforderungsarm wirken.
Schwierigkeit
"Leicht"
Spieldauer
"Riesig"
Frei durch einen von Neukaledonien inspirierten Archipel zu segeln lädt mehr zum Bummeln als zum Hetzen: Gleiten, Tauchen, Klettern und die markante Besessenheits-Fähigkeit öffnen tausend Umwege. Sammelstücke, musikalischer Rhythmus und mündliche Überlieferung füllen eine Reise, bei der man aus Freude verweilt. Ihre kontemplative Sanftheit dehnt die Überfahrt weit über die Handlung.
Sich in jedes Tier oder Objekt zu versetzen, um ein von Neukaledonien inspiriertes Archipel zu durchqueren, ist eine Freiheit, der man selten begegnet. Die Liebe zum kulturellen Detail, bis hin zur spielbaren Ukulele, gibt diesem offenen Abenteuer eine Seele. Belangloser Kampf und eine bescheidene Welt nährten laue Urteile und verdeckten das Wesentliche: eine fröhliche, persönliche Erkundung, ideal für alle, die gern umherstreifen und sich anderswo fühlen.
Lohnt sich Tchia 2026 noch?
Tchia bezaubert zuerst durch seinen Schauplatz, ein von Neukaledonien inspiriertes Archipel, mit seltener Zärtlichkeit für eine kaum gezeigte Kultur dargestellt. Sich in Tiere und Objekte zu versetzen, zu gleiten, zu tauchen und die Ukulele zu zupfen, ergibt eine fröhliche Freiheit, die an die großzügigsten kindlichen Open Worlds erinnert. Technisch zeigt es Grenzen, mitunter raue Animationen und Systeme, und seine Welt bleibt eher beschaulich als reich an Aktivitäten. Doch seine kulturelle Aufrichtigkeit und sein unbeschwertes Erkunden machen es zu einer leuchtenden Pause, die gegenüber heutigen Open Worlds nichts an Eigenart verloren hat.