Blur ist ein kompetitiver Arcade-Racer der echte Autos und Mario-Kart-artige Power-ups mischt. Solide im Multiplayer, visuell dynamisch. Bei der Veröffentlichung unterschätzt, immer spaßig.
Euer Urteil
Kategorie
Rennspiel4 Spieler12+
Geteilter Bildschirm
Beschreibung
Activision-Arcade-Rennen, bei dem lizenzierte Autos mit leuchtenden Waffen kämpfen. Veröffentlicht von Activision, erschienen in Europa im Mai 2010. Aktivierbare Waffen im Rennen, mehrere lizenzierte Fahrzeuge, kompetitiver Online-Mehrspielermodus und lebhafte Aufmachung. Europäische Version.
Blur im Test
4/5
Art-Design
★★★★★
"Markant"
4/5
Musik
★★★★★
"Hervorragend"
1/5
Story
★★★★★
"Belanglos"
Die Art Direction ruht auf einer über den Asphalt gelegten Arcade-Grammatik. Leuchtende Felder übersäen die Strecke und markieren die einzusammelnden Power-ups, jede Waffe mit ihrer Farbe: der Rammschuss, die Mine, der Schild, die Tempoladung lesen sich an einem klaren Farbcode bis ins Feuer ihrer Geschosse. Der Kurs wird zum markierten Spielbrett, wo man die Handlung am Farbton liest, ehe man die Strecke erfasst.
Die eigentliche klangliche Aufmachung ist die der Waffen. Der Rammschuss geht in einem tiefen Wusch ab, der trifft, die Mine setzt sich mit einem Klicken ab, ehe sie birst, die Tempoladung saugt die Luft in einem steigenden Pfeifen, der Schild summt um die Karosserie. Diese Kampfgeräusche, in den Vordergrund gemischt, treten vor die Musikspur und machen jeden Schlagabtausch zu einem Dialog aus Einschlägen, dem das Ohr im Feld folgt.
Gameplay
"Hervorragend"
Spaß
"Schon in den ersten Sekunden"
Arcade-Rennen und Mario-Kart-Waffen auf realistischen Strecken zu mischen, ergibt einen explosiven, ungemein flotten Cocktail. Ein Power-up abzuwerfen, um in letzter Sekunde zu überholen oder einen Angriff abzuwehren, schenkt einen sofortigen Kick, besonders im Mehrspieler. Bunt, schnell und für Konfrontation gemacht, ein Racer, der die Genre-Konventionen mit ansteckendem Spaß sprengt.
Ein Arcade-Rennspiel von Bizarre Creations, Blur verbindet realistisches Fahren mit Kart-artigen Power-ups, die letzte große Produktion des Studios vor seiner Schließung. Im Westen verbreitet auf einem reichlichen PS3-Format, bleibt sein Sammlerinteresse mäßig und liegt vor allem in diesem Schwanengesang-Status eines vermissten Schöpfers. Ein erschwingliches Stück für Fans kompetitiver Arcade-Rennen.
Spaß zu mehreren
Ein Arcade-Racer, der arenaartige Waffen auf echte Autos pfropft und jeden Grand Prix in eine rollende Keilerei aus offensiven Power-ups verwandelt. Der Wettkampf pendelt zwischen sauberem Fahren und gut getimten fiesen Tricks, bei denen der Führende nie vor einem rachsüchtigen Schlag sicher ist. Das ursprüngliche Online ist nicht mehr garantiert, doch der lokale Splitscreen behält all seine chaotische, gesellige Energie.
Lohnt sich Blur 2026 noch?
Blur bleibt eine liebenswerte Kuriosität, jener Arcade-Racer, der Power-ups à la Mario Kart auf echte Lizenzwagen pfropfte. Die Idee funktioniert noch, getragen von nervösem Fahrverhalten und einem Feuerwerk an Lichteffekten, das weiterhin knallt. Der Solomodus ist im Fortschritt etwas gealtert, und die Serverabschaltung beraubt den Titel seines besten Trumpfs, eines einst gefürchteten Mehrspielermodus. Im Splitscreen bleibt der Spaß unversehrt. Zum Start unterschätzt, bewahrt er heute den Reiz eigenwilliger Konzepte, die seither niemand wirklich wieder aufgriff.