Gearbox erfinden den Looter-Shooter im staubigen Pandora mit lockerem Frat-Humor. Das erste Borderlands wirkt rau, legt aber eine teuflische Formel, und mit drei Kumpels den perfekten Raketenwerfer zu farmen ist zeitgenössisches Glück.
Euer Urteil
Kategorie
Ego-Shooter4 Spieler18+
Koop
Geteilter Bildschirm
Beschreibung
Ego-Shooter, entwickelt von Gearbox Software und veröffentlicht von 2K Games im Oktober 2009. Vier Kopfgeldjäger erkunden den trostlosen Planeten Pandora auf der Suche nach einer mysteriösen Arche mit legendären Kräften. Das Spiel bietet massives RPG-Loot mit Millionen prozedural generierter Waffen, einen kooperativen Online-Modus für bis zu vier Spieler sowie schrägen Humor. Als Pionier des Loot-Shooter-Genres verbindet es geschickt Elemente des Ego-Shooters mit einem Rollenspiel.
Borderlands im Test
MAX
Art-Design
★★★★★
"Ikonisch"
3/5
Musik
★★★★★
"Einprägsam"
3/5
Story
★★★★★
"Solide"
Cel-Shading mit dicken Tuschekonturen, einer grellen Palette und einem durchgeknallten postapokalyptischen Universum: Das Spiel wirkt wie ein spielbarer Comic. Das übertriebene Design der Gegner und die trashige Ästhetik ergeben eine sofort erkennbare Identität. Diese visuelle Regie, stilvoll und ungezügelt, prägte den FPS nachhaltig.
Gameplay
"Meisterhaft"
Die Looter-Shooter-Formel auf einer Flut prozedural erzeugter Waffen und ungezügeltem Koop aufzubauen, ergibt eine Schuss- und Beuteschleife, die sofort süchtig macht. Die einander ergänzenden Klassen würzen jeden Streifzug über Pandora. Solo ein wenig repetitiv, bewahrt sich dieser Pionier ein knackiges Gunplay und einen schrägen Geist, die ein echtes Vergnügen bleiben – vor allem zu mehreren.
Spaß
"Schon in den ersten Minuten"
Suchtfaktor
"Süchtigmachend"
Horden niederzumähen, damit es stets etwas bessere Waffen regnet, entfacht eine ungemein packende Beutejagd, besonders im Koop. Aufzusteigen, Funde zu vergleichen und erneut zu farmen belohnt jeden Ausflug. Die Eintönigkeit der Ziele lastet im Solospiel, doch der schräge Humor und die Suche nach der perfekten Knarre machen jede Sitzung schwer zu beenden.
Borderlands, ein Gearbox-Loot-Shooter, der FPS und rollenspielartige Beute in einer Cel-Shading-Welt erfolgreich verband, der Begründer eines eigenen Genres. Sehr verbreitet, ist das Sammlerinteresse bescheiden, die Begehrtheit beruht auf dieser Vorreiterrolle statt auf Knappheit, wobei die japanische Fassung schwerer zu finden ist. Ein zugängliches Stück für eine Shooter-Sammlung der Konsole, von seinem historischen Wert getragen.
Spaß zu mehreren
Beute-Plünderung und ungezügeltes Geballer vermählen sich hier im Vierer-Koop, in dem jeder seine Klasse und ein irres Arsenal pflegt. Gegenseitige Hilfe dominiert, doch das Rennen um legendäre Waffen weckt ein neckisches Wetteifern voller Wendungen. Zu zweit im lokalen Splitscreen spielbar, eignet es sich für Express-Sessions wie für lange Kampagnen, stets mit verheerendem Humor.
Lohnt sich Borderlands 2026 noch?
Auf Xbox 360 2009 erschienen, erfand Gearbox' Borderlands ein Rezept, das zum eigenen Genre wurde: nervöses Schießen gekreuzt mit Beutejagd und Millionen erzeugter Waffen. Auf dem Planeten Pandora bilden der schräge Humor, der Cel Shading Look und der Vierspieler Koop einen noch immer süchtig machenden Cocktail. Aufsteigen, looten und stärker neu beginnen behält einen seltenen Sog. Die Story bleibt leicht und die Zonen können sich wiederholen. Doch die Alchemie geht auf. Für Looter Shooter und Koop Fans behält dieser Pionier echtes Vergnügen, besonders mit Freunden.