Capcom verwandeln das Einkaufszentrum in einen Zombie-Spielplatz mit holzhammerlustigem Humor und absurdem Wiederspielwert. Frank West bleibt eine markante Figur, und auch wenn das Speichersystem nervt, ist das Erlebnis einzigartig.
Euer Urteil
Kategorie
Action-Adventure1 Spieler18+
Beschreibung
Actionspiel, entwickelt und herausgegeben von Capcom im September 2006. Der Fotoreporter Frank West ist in einem von Zombies überfluteten Einkaufszentrum gefangen und muss 72 Stunden überleben, indem er Überlebende rettet und den Ursprung der Epidemie aufdeckt. Das Spiel setzt auf Improvisation mit Tausenden von Behelfswaffen aus dem Einkaufszentrum, absurden Humor, mehrere Enden je nach erfüllten Zielen und sammelbare Erfolge. Ein kultiges Exklusivspiel für die Xbox 360.
Dead Rising im Test
4/5
Art-Design
★★★★★
"Markant"
4/5
Musik
★★★★★
"Hervorragend"
4/5
Story
★★★★★
"Fesselnd"
Das Einkaufszentrum von Willamette ist eine konsumistische Vanitas: glänzende Schaufenster, lächelnde Schaufensterpuppen und Musikbrunnen als Kulisse für Hunderte Tote in Hawaiihemden. Frank West rahmt all das mit seiner Kamera, das Spiel benotet die Aufnahmen, und dieser Fotojournalistenblick macht das Massaker zur bissigen Reportage über das Amerika der Einkaufspassagen.
Zwei Register wohnen im geschlossenen Kreislauf zusammen: die Fahrstuhlmusik der Passagen, Werbejingles und Supermarktmelodien, die mitten in den Horden weiterlaufen, und die eigenen Songs der Psychopathen, Rock oder Grand Guignol je nach Boss, die jedes Duell zur Kabarettnummer machen. Der Kontrast zwischen kommerzieller Hintergrundbeschallung und Raserei macht den ganzen Reiz der Mischung aus.
Die Erzählung gehorcht einer Uhr: 72 Stunden bis zum Helikopter, Ermittlungstermine, die verfallen, wenn man trödelt, Überlebende, die sterben, wenn man sie vernachlässigt. Frank West ist kein Held, sondern ein Journalist auf Story-Jagd, und die Wahrheit, die er ausgräbt, ein Desaster aus der Agrarpolitik in Santa Cabeza, ist es wert, gegen die Uhr verfolgt zu werden. Die Zeit, die nicht wartet, macht hier das ganze Drama aus.
Eine Capcom-Zombie-Sandbox, in der ein Fotojournalist in einer belagerten Mall überlebt und zwischen improvisierten Waffen und einer gnadenlosen Uhr jongliert. Im Westen vertrieben, liegt sein Reiz in diesem Status als Pionier der Untoten-Horde auf der Konsole und deutlich selteneren asiatischen Pressungen statt in Massenverbreitung. Ein bei Fans verrückter Survival-Action geschätztes Stück.
Lohnt sich Dead Rising 2026 noch?
Auf Xbox 360 2006 erschienen, sperrt Capcoms Dead Rising den Spieler in ein zombieverseuchtes Einkaufszentrum, mit einer Echtzeitvorgabe, die es einzigartig macht. Als gefangener Fotojournalist improvisiert Frank West Waffen aus dem gesamten Ladenbestand, von der Kettensäge bis zum Verkehrsschild. Das starre Speichersystem und die unerbittliche Uhr schaffen starke Spannung und Wiederspielwert. Das Überlebendenmanagement und der schwarze Humor bleiben schmackhaft. Die angestaubte Steuerung braucht Eingewöhnung. Für Freunde offen strukturierter Action und Zombiebilder behält dieser Pionier einen echten Stempel.