Dead Space 3 verlagert sich zur Co-op-Action mit Carver als Partner. Weniger erschreckend als die Vorgänger aber immer noch intensiv und visuell beeindruckend. Spaltend für Puristen aber solide für Universum-Fans.
Euer Urteil
Kategorie
Survival2 Spieler18+
Koop
Beschreibung
Electronic-Arts-Survival-Horror mit Eisplanet und Nekromorphen und einem neuen Koop-Modus. Veröffentlicht von Electronic Arts, erschienen in Europa im Februar 2013. Zwei-Spieler-Online-Koop, modulares Waffenbasteln, strategisches Abtrennen in verschneiten Kulissen und titanische Bosse. Europäische Version.
Dead Space 3 im Test
4/5
Art-Design
★★★★★
"Markant"
4/5
Musik
★★★★★
"Hervorragend"
3/5
Story
★★★★★
"Solide"
Dieser dritte Teil enthüllt im Orbit einen Friedhof treibender Schiffe, gefrorene Wracks, die man schwimmend durch die Leere entert. Am Boden wird die Ästhetik behelfsmäßig: eine Waffenbastelbank, geflickte Werkzeuge, notdürftige Ausrüstung. Und zum ersten Mal gesellen sich menschliche Soldaten zu den Monstern und brechen den geschlossenen Raum des Überlebens für eine rauere Bildwelt, zwischen Weltraumhorror und eisiger Guerilla.
Jason Graves weitet seine Partitur auf das Maß eines größeren Teils. Zu den gewohnten Schreien des Überlebens gesellen sich weite Orchesterflächen für die gefrorene Trostlosigkeit des Planeten, breite Streicher und tiefe Bläser, die den weißen Weiten eine tragische Schwere verleihen. Die Musik behält ihre Kunst des Alarms, öffnet sie aber auf weitere Horizonte, im Maßstab einer planetar gewordenen Katastrophe.
Der dritte Teil von Visceral, Dead Space 3 lenkt den Weltraumhorror auf Action und Koop auf einem gefrorenen Planeten, eine von Fans umstrittene, aber sorgfältig umgesetzte Wende. Im Westen noch verbreitet, liegt sein Interesse in seinem Platz als Abschluss der Trilogie statt in Knappheit. Ein erschwingliches Stück für Fans kooperativer Horror-Action.
Spaß zu mehreren
Der Weltraum-Horror öffnet sich hier dem Online-Koop, in dem zwei Ingenieure gemeinsam Kreaturen und feindlichen Umgebungen trotzen. Gegenseitige Hilfe ändert alles: Ressourcen teilen, sich wiederbeleben und Zerstückelungen koordinieren verwandeln die Angst in ein verbündetes Abenteuer. Ohne lokalen Splitscreen und auf unsichere Server angewiesen, verliert das Duo etwas vom Solo-Schrecken, gewinnt aber eine packende Intensität und Solidarität.
Lohnt sich Dead Space 3 2026 noch?
Dead Space 3 lenkt die Saga klar zur Koop-Action, mit Carver als Partner und einer Wende, die die Survival-Horror-Treuen spaltete. Die klaustrophobische Angst der ersten Teile weicht großzügigeren Feuergefechten auf dem gefrorenen Planeten Tau Volantis. Das Waffenbausystem bringt echte Freiheit, und der Koop erneuert das Erlebnis unter Freunden. Optisch eindrucksvoll und weiterhin intensiv, bleibt der Titel solide für alle, die das Universum lieben, sofern man nicht den reinen Schrecken der Vorgänger erwartet. Ein spektakuläres Bogenfinale, mehr als ein erschreckendes.