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Deadly Premonition 2: A Blessing in Disguise (Japan)

Nintendo Switch
🇬🇧 🇯🇵
Getestet
2020
55
✪ Getestet am 22. Mai 2023
55

Ein herrlich bizarrer Swery-Thriller, voller Ideen und unvergesslicher Momente. Leider ist die Umsetzung eine Katastrophe: eingebrochene Bildrate, leere Welt, kein Feinschliff. Genie, ertränkt im technischen Elend.

Euer Urteil
Kategorie
Open World 1 Spieler 16+
Beschreibung
Agent York untersucht eine Mordserie in der schwülen Stadt Le Carré, Louisiana, und mischt Kaffee mit dem Übersinnlichen. Veröffentlicht von Rising Star Games, weltweit 2020 erschienen. Eine offene Stadt per Skateboard, Hunger und Schlaf im Blick, Verhöre, eine unheimliche Stimmung und ein jazziger Soundtrack.

Deadly Premonition 2: A Blessing in Disguise im Test

3/5
Art-Design
"Sorgfältig"
4/5
Musik
"Hervorragend"
4/5
Story
"Fesselnd"
Gameplay
"Meisterhaft"
Yorks Ermittlung durch Le Carré zu steuern ist ebenso Erlebnis wie Spiel: Erkundung, Kampf und Fahren bleiben grob, mitunter mühsam, doch das gemächliche Tempo und die Erzählung füllen jede Handlung mit Sinn. Man spielt nicht wegen präziser Steuerung, sondern um einem einzigartigen Faden zu folgen. Empfehlenswert für alle, denen Atmosphäre wichtiger ist als Feinschliff.
Spaß
"Schon in den ersten Minuten"
Suchtfaktor
"Süchtigmachend"
Die Ermittlung läuft über Kleinstadt-Routinen: einen Tatort profilieren, dann per Skateboard nach Hinweisen suchen, dabei Hunger und Schlaf des Detektivs zwischen schrägen Dialogen jonglieren. Diese Ermittlungsschleife, gespickt mit Nebenzielen und exzentrischen Figuren, treibt dazu, 'wie es weitergeht' zu sehen. Die eigentümliche Stimmung, absurd und rührend zugleich, ist das, was wirklich festhält. Sein schräger Charme hält, doch wiederholte Wege und technische Aussetzer können die Spielzeit künstlich strecken.
Schwierigkeit
"Leicht"
Spieldauer
"Riesig"
Seltsam, liebenswert und gesprächig, drosselt dieser Open-World-Thriller bewusst das Tempo: Man fährt, angelt und jagt zwischen den Ermittlungen schräge Nebenquests, und die Stadt Le Carré lädt zum Bummeln ein. Diese gewollte Langsamkeit, gepaart mit einer surrealen Story, die sich Zeit lässt, dehnt das Erlebnis weit über die Haupthandlung hinaus. Es ist dieser schräge Charme, der Geduld belohnt, der die Neugierigen bindet.
Technische Infos
💾8 GB 📅10/07/2020
Veröffentlicht von Rising Star Games

Deadly Premonition 2: A Blessing in Disguise (Nintendo Switch): Preis, Wert & Seltenheit

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Denkwürdige Bosse

Treu zu Swerys Seltsamkeit destilliert Deadly Premonition 2 seine markanten Konfrontationen eher über Ton als über reine Mechanik. Surrealismus, das Schlingern zwischen Komik und Unbehagen und Gegner aus einem traumhaften Albtraum schaffen eine einzigartige Atmosphäre. Weniger die Präzision der Kämpfe als ihre gewollte Absurdität und verstörende Inszenierung prägen sich ein.

Ein verkanntes Juwel

Technisch holprig, träge auf dem Skateboard und optisch angestaubt, überzeugte dieser Teil die Kritik kaum, und das ist nachvollziehbar. Doch unter den sichtbaren Nähten schlägt das Herz eines eigenwilligen Autors, eine klamme Atmosphäre und ein unberechenbares Schreiben, das keine geglättete Produktion wagen würde. Gerade diese bejahte Seltsamkeit verdient eine zweite Chance. Für Liebhaber schräger, liebenswerter Kuriositäten.

Eine fragwürdige Moral

Eine Reihe schmutziger Morde aufzuklären, hält diesen exzentrischen Ermittler nicht davon ab, das Städtchen auf dem Skateboard zu durchqueren, mit einem imaginären Freund zu plaudern und die Zukunft in seiner Kaffeetasse zu lesen. Wir nehmen klaglos hin, dass das Lösen makabrer Fälle über Methoden läuft, so schräg wie vorschriftswidrig. Die Kluft zwischen der Schwere der Verbrechen und der fröhlichen Sorglosigkeit des Helden schafft eine liebenswerte Merkwürdigkeit, eher komisch als wirklich verstörend.

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