Nintendos Pillen-Puzzler in 16 Bit, simpel, suchterregend, perfekt im Duell. Solo eintönig, im Versus ein Partyhit.
Euer Urteil
Kategorie
Puzzle1 Spieler3+
Beschreibung
Medizinisches Puzzle mit Dr. Mario, der farbige Viren durch Kapselausrichtung eliminiert. Von Nintendo, erschienen in Japan 1998 via Nintendo Power. Kapselausrichtungs-Mechaniken, zunehmende Geschwindigkeit, Solo- und Versus-Modi. Später Super-Famicom-Port von Nintendos Kult-Puzzle verteilt über Nintendo Power.
Dr. Mario im Test
4/5
Art-Design
★★★★★
"Markant"
4/5
Musik
★★★★★
"Hervorragend"
1/5
Story
★★★★★
"Belanglos"
Die Zeichnung ist auf das Wesentliche reduziert: ein Glas, zweifarbige Kapseln, drei Viren mit runden Gesichtern, die grimassierend auf ihren Einsatz warten. Nintendo vergrößert und glättet lediglich, was die frühere Fassung schon bot, und diese Nüchternheit ist keine Faulheit, sie sorgt dafür, dass kein Detail das Lesen des Stapels stört.
Zwei Themen genügen, und beide sind ins gemeinsame Gedächtnis eingegangen: eines federnd und munter, das andere dunkler und synkopiert, beide auf einer Basslinie gebaut, die dazu verleitet, eine Kapsel im Takt zu setzen. Die Konsolenfassung nutzt einen reicheren Chip mit runderen Klangfarben, ohne je die Melodien selbst anzutasten.
Gameplay
"Hervorragend"
Spaß
"Schon in den ersten Sekunden"
Farbige Pillen ausrichten, um die sich auf dem Bildschirm vermehrenden Viren auszulöschen: Die Regel sitzt in zehn Sekunden, doch der Spaß wird schnell zwanghaft. Die Spannung steigt, während das Tempo anzieht, und der Versus-Modus wird zum flotten Duell. Klar, süchtig machend und teuflisch clever, dieses Nintendo-Puzzle wirft man wieder an, ehe man es merkt.
Suchtfaktor
"Süchtigmachend"
Kapseln fallen zu lassen, Farben auszurichten und die Viren auszulöschen, gibt einen einfachen, ungemein packenden Rhythmus vor. Das Tempo steigt, das Feld füllt sich, und jeder bereinigte Combo weckt die Lust auf eine weitere Runde. Das Prinzip variiert kaum, doch seine wachsende Spannung und das Duell zu zweit bewahren eine unschlagbare Sogwirkung.
Komplett; Box, Anleitung und Datenträger sehr sauber. Wenig benutzt.
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Sammlerwert
Nintendo-Power-Auflage vom September 1998, die einzige Form, in der dieser Super-Famicom-Dr.-Mario in Japan vertrieben wurde, ausschließlich auf einer am Lawson-Kiosk gebrannten Flash-Cartridge. Da das Spiel nie eine Maskenpressung erhielt, ist das Exemplar mit seinem offiziellen NP-Etikett die einzige authentische physische Spur des Titels. Die Begehrlichkeit beruht auf dieser Vertriebseigenheit für ein bedeutendes Nintendo-Puzzle, das außerhalb des klassischen Cartridge-Kanals blieb.
Lohnt sich Dr. Mario 2026 noch?
Eine späte, über Nintendo Power vertriebene Umsetzung, behält dieser Dr. Mario die Reinheit seines Konzepts: Pillen ausrichten, um die im Glas wachsenden bunten Viren zu tilgen. Er ist sofort spielbar und das steigende Tempo erzeugt eine süchtig machende Spannung, doch der Solomodus dreht sich irgendwann im Kreis. Sein heutiger Reiz liegt ganz im Zweispieler-Versus, wo das Wettrennen zum Virentilgen zum echten Abendkiller wird. Ein simples, im Duell aber gnadenloses Puzzle.