Ein Action-RPG zwischen Zelda und Crystalis, originell, aber fade. Angenehm für Liebhaber leichter Erkundungen.
Euer Urteil
Kategorie
Action-RPG1 Spieler12+
Beschreibung
Action-RPG mit Drake, der Dungeons erkundet, um sein Königreich von einem Fluch zu befreien. Von Kemco, erschienen in den USA 1994. Echtzeitkampf, Vogelperspektive, Magie und Waffenupgrades. Amerikanische Version von Drakkhen II mit erweitertem Inhalt.
Dragon View im Test
4/5
Art-Design
★★★★★
"Markant"
4/5
Musik
★★★★★
"Hervorragend"
3/5
Story
★★★★★
"Solide"
Das Spiel wechselt zwischen zwei grafischen Registern: Fortbewegung in der Egoperspektive auf Wegen und in Verliesen, dann Kämpfe in der Seitenansicht mit weit größeren Sprites. Dieser ständige Wechsel gibt der Welt eine ungewöhnliche Tiefe, und die Schauplätze, Wälder, Ruinen, befestigte Dörfer, sind in einer dunklen, mineralischen Palette gezeichnet.
Die Musik bevorzugt tiefe Klangfarben und modale Skalen, was einen beständigen Ernst schafft, der selten widerlegt wird. Die Reisethemen kreisen langsam durch die Erkundung, und die Kämpfe ergänzen Perkussion, ohne die Atmosphäre zu ändern, sodass das Spiel durchweg eine dunkle statt abenteuerlichen Haltung behält.
Als offizielle moderne Neuauflage von Dragon View durch Limited Run Games bringt diese limitierte nordamerikanische Auflage das Kemco-Action-RPG auf frischem Modul zurück, außerhalb des ursprünglichen Retromarkts. Der Reiz liegt in der gedeckelten Auflage und einem Sammlerstück für moderne SNES-Komplettisten, oft versiegelt bewahrt. Anders als die 1994er-Ausgabe beruht der Wert nicht auf Vintage-Seltenheit, sondern auf dem Limited-Run-Status und dem neuen/versiegelten Zustand.
Lohnt sich Dragon View 2026 noch?
Eine erweiterte US-Fassung von Drakkhen II, mischt Dragon View Draufsicht-Erkundung mit Ego-Action-Abschnitten in den Verliesen. Drake verbessert Waffen und Magie auf einer Reise zwischen Zelda und Crystalis, ohne je eine starke Identität zu zeigen. Das Ergebnis bleibt angenehm zu durchstreifen für Freunde leichter Action-RPGs, doch ihm fehlt die Wucht der Genre-Größen. Eine nette Kuriosität statt eines Pflichttitels der 16-Bit-Bibliothek.