Zwielicht-Meisterwerk der PS2 von Yasumi Matsuno. Das Gambit-System und die Echtzeitkämpfe revolutionieren die FF-Formel. Ivalice ist eine politische und faszinierende Welt. Grafisch bemerkenswert, narrativ ehrgeizig. Eines der ausgefeiltesten RPGs aller Zeiten.
Euer Urteil
Kategorie
Rollenspiel1 Spieler16+
Beschreibung
Der PS2-Höhepunkt der Hauptreihe, 2006 bei Square Enix erschienen. Yasumi Matsuno liefert ein Ivalice-getöntes Final Fantasy mit reifer politischer Handlung um Ashe und Vaan. Das Gambit-System erlaubt es, das Verhalten der Gruppe zu programmieren, und verändert den Umgang mit dem Echtzeitkampf von Grund auf.
Final Fantasy XII im Test
MAX
Art-Design
★★★★★
"Ikonisch"
MAX
Musik
★★★★★
"Legendär"
MAX
Story
★★★★★
"Meisterhaft"
Städte nahöstlicher Inspiration, kunstvolle Architektur und goldenes Licht: Ivalice entfaltet eine Welt von packender Geschlossenheit und Weite. Das raffinierte Design der Völker und Kulissen verleiht der Geschichte eine seltene Glaubwürdigkeit. Diese Bildregie, dicht und elegant, bleibt ein Gipfel des visuellen World-Building.
Von Hitoshi Sakimoto signiert, entfaltet die Partitur ein majestätisches Orchester mit mediterranen und martialischen Akzenten, von einer fast filmischen Weite getragen. Von den Fanfaren Ivalices bis zu den grandiosen Kampfthemen überhöht jeder Track das politische Epos. Dieser symphonische Reichtum, prächtig und raffiniert, markiert einen Gipfel der Saga.
Vor dem Hintergrund eines Krieges zwischen Imperien führt eine gestürzte Prinzessin einen Widerstand, in dem sich Staatsräson, Rache und das Streben nach Legitimität verflechten. Politischer und erwachsener als seine Vorgänger, nimmt die Erzählung eine beinahe geopolitische Weite an. Dieser erzählerische Ehrgeiz, lange umstritten, überzeugt heute durch Reife und Geschlossenheit.
Gameplay
"Hervorragend"
Spaß
"Angenehm"
Suchtfaktor
"Süchtigmachend"
Die Gambits seines Teams zu programmieren und es dann beim Aneinanderreihen der Kämpfe in Echtzeit zu beobachten verwandelt Strategie in eine seltsam hypnotische Optimierungsmechanik. Monsterjagden, Lizenzen und seltene Beute vervielfachen die beständigen Ziele. Das System automatisiert vieles und spaltet, doch diese Erkundungsfreiheit und diese taktische Verfeinerung bewahren einen dauerhaften Reiz.
Schwierigkeit
"Ausgewogen"
Spieldauer
"Riesig"
Die weite Welt von Ivalice zu durchstreifen verbindet freie Erkundung, das Gambit-System und Monsterjagden zu einem JRPG von beträchtlicher Weite. Die ohnehin lange Hauptquest wird durch aufzuspürende Marks, versteckte Dungeons und furchterregende Esper verdoppelt. Dieser Inhaltsreichtum, getragen von einem reichen Universum, verschafft dem Titel den hartnäckigen Ruf eines großen RPG.
Die japanische und koreanische Fassung von Final Fantasy XII, die heimische Pressung des letzten Mainline-Teils der Saga auf PS2, seltener als ihre westlichen Auflagen. Diese Ausgabe reizt alle, die den Titel in der Originalsprache wollen, in einer Linie, in der Herkunft für Liebhaber zählt. Ihre lokale Auflage stützt einen Wert über den verbreiteteren PAL- und amerikanischen Versionen.
Ein Kult-Cover
Fern vom jugendlichen Glanz früherer Teile thront auf dem Cover die kunstvolle Rüstung eines Richters in Elfenbein- und Goldtönen, die an ein altes Manuskript erinnern. Diese heraldische Feierlichkeit kündigt die Politik und die nahezu opernhafte Weite von Ivalice an. Raffiniert und erwachsen, setzt das Bild sofort ein ernsteres, prunkvolleres Final Fantasy.
Lohnt sich Final Fantasy XII 2026 noch?
Auf PS2 2006 in Japan und später im Westen erschienen, gründet Square Enix' Projekt unter Yasumi Matsuno und Hiroyuki Ito den Kampf der Linie mit dem Gambit System neu, in dem der Spieler die Verhaltensweisen der Gruppe programmiert. Die politische Erzählung im Königreich Ivalice, Akihiko Yoshidas Bildsprache und die Musik von Hitoshi Sakimoto und Nobuo Uematsu installieren einen Gipfel autorengeprägter JRPG. Die International Zodiac Job System Version gestaltet die Klassen neu. Klare Empfehlung.