Flink auf MegaCD ist ein Psygnosis-Plattformer mit wunderschönen märchenhaften Grafiken. Ein elfischer Zauberlehrling in verzauberten Welten. Zu den schönsten Grafiken der Konsole. Ein übersehenes Juwel.
Euer Urteil
Kategorie
Jump ’n’ Run1 Spieler7+
Beschreibung
Der junge Zauberlehrling Flink begibt sich auf die Suche nach acht gestohlenen Magiezutaten in diesem grafisch gepflegten Psygnosis-Plattformer. Herausgegeben von Psygnosis, erschienen in Europa im Januar 1994. 2D-Plattformer mit sammelbaren Zaubern und Ausrüstung, Level in verschiedenen Umgebungen, CD-Musik. Mehrsprachige Version.
Flink im Test
4/5
Art-Design
★★★★★
"Markant"
4/5
Musik
★★★★★
"Hervorragend"
2/5
Story
★★★★★
"Klassisch"
Henk Nieborg zeichnet jede Kulisse wie eine Illustration: knorrige Stämme, Laub auf mehreren Ebenen, Höhlen mit blauen Reflexen, mit einer Tiefe, die aus unterschiedlich schnellem Scrollen zahlreicher Schichten entsteht. Flink selbst misst wenige Pixel, doch seine Animation umfasst genug Einzelbilder, damit Lauf, Sprung und Zauber im Blick unterscheidbar bleiben.
Matthias Steinwachs schreibt eine Märchenpartitur: Flöten und Cembalo über den Waldabschnitten, tiefere Streicher in den Höhlen, wiederkehrende Motive, die sich sanft wandeln, statt gleich zu bleiben. Die CD-Wiedergabe bewahrt den Anschlag jedes Instruments, sodass die Musik dem Puppentheater ebenso viel verdankt wie dem Jump and Run.
Als nur in Europa erschienener Psygnosis-Plattformer zählt Flink zu den optischen Höhepunkten des Mega CD, mit fantastischen Kulissen, die dem grafischen Ruf des Studios gerecht werden. Sein Fehlen auf dem US- und japanischen Markt macht ihn zu einer gefragten PAL-Exklusivität, zumal das Spiel lange übersehen wurde. Wertung über dem Systemschnitt und kleine europäische Auflage erklären den hohen Kurs.
Ein verkanntes Juwel
Nur wenige Plattformer jener Zeit protzten mit solcher visuellen Pracht aus gemalten Kulissen und flüssigen, zeichentrickreifen Animationen. Durch die geringe Verbreitung des Mega-CD ausgebremst, blieb die Reise dieses jungen Zauberers unbemerkt. Seine bisweilen happige Schwierigkeit verlangt Ausdauer, doch seine Schönheit belohnt Liebhaber gepflegter 2D.
Lohnt sich Flink 2026 noch?
Ein Plattformer von Psygnosis, folgt Flink einem jungen Zauberlehrling, der acht gestohlene magische Zutaten zurückholen will, durch Levels von prachtvoller Kunstrichtung von Henk Nieborg. Die Schönheit der handgemalten Kulissen, das System zum Zaubersprüche-Zusammensetzen und die märchenhafte Stimmung machen es zu einem visuellen Juwel der Maschine. Das Tempo bleibt bedächtig und die Schwierigkeit zuweilen launisch. Ein vergnüglicher Griff für Freunde polierten 2D-Plattformens und Kenner von Retro-Pixel-Art.