Solider Port von Segas klassischem mittelalterlichem Fantasy-Beat-'em-up. Drei spielbare Charaktere, tolle Atmosphäre, befriedigendes Kampfsystem. Einige Arcade-Kompromisse, aber das Wesentliche ist da.
Euer Urteil
Kategorie
Beat ’em up2 Spieler12+
Beschreibung
Beat-'em-up mit den Kriegern Ax-Battler, Tyris-Flare und Gilius, die gegen die Streitkräfte des Death Adder kämpfen. Von Sega herausgegeben, 1990 in Europa erschienen. Drei Krieger in der Seitenansicht mit Kampftechniken sowie Blitz-, Wasser- und Feuerzaubern und Death-Adder-Bossen. Portierung des klassischen Golden Axe von Sega auf das Master System.
Golden Axe im Test
4/5
Art-Design
★★★★★
"Markant"
4/5
Musik
★★★★★
"Hervorragend"
2/5
Story
★★★★★
"Klassisch"
Die Umsetzung opfert die Figurengröße, um die Zahl gleichzeitiger Gegner zu erhalten, eine Wahl, die den Kern des Spiels auf Kosten des Schauwerts bewahrt. Die drei Helden bleiben an Waffe und Reittier unterscheidbar, und die Kulissen greifen die Stationen des Automaten auf, der Rücken einer Riesenschildkröte, ein brennendes Dorf, ein fliegender Adler, jene Augenblicke, die das Gedächtnis zuerst behält.
Die Themen bewahren die martialische Schreibweise der Automatenfassung, Märsche in Moll und nachgeahmte Bläserfiguren, doch die Verringerung auf drei Stimmen erzwingt eine Wahl zwischen Gegenstimme und Perkussion. Die getroffene Entscheidung bevorzugt die Basslinie, was dieser Umsetzung ein schwereres, weniger verziertes rhythmisches Fundament gibt als ihrem Vorbild.
Gameplay
"Solide"
Spaß
"Schon in den ersten Sekunden"
Sich mit der Axt durch Gegnerhorden schlagen, feuerspeiende Bestien reiten und verheerende Magie entfesseln: Dieser Heroic-Fantasy-Beat-'em-up geht direkt zur Freude am Prügeln. Zu zweit fügen Zusammenspiel und das Teilen der Tränke eine gesellige Dimension hinzu. Roh, klar und befreiend, bewahrt er das ganze epische Feuer des Spielautomaten.
Sega Portierung des hauseigenen Arcade Klassikers, bei der die 8 Bit Adaption auf zwei spielbare Charaktere reduziert und die Formel strafft, was den Titel paradox lesbarer macht als die Mega Drive Fassung für jemand, der die Serie neu entdeckt. Die PAL Fassung mit sauberem Pappschuber ist in gutem Zustand schwerer aufzutreiben als das lose Modul. Ein Stück für die Geschlossenheit, die es Segas Arcade Katalog auf dem SMS verleiht, und für die grafische Eigenidentität dieser Konvertierung.
Spaß zu mehreren
Ein Mittelalter-Fantasy-Beat'em up, in dem man mit Schwert, Magie und Bestienritt durch Schlägerhorden schneidet. Vorwiegend Einzelspieler auf der Maschine, glänzt es als Staffel unter Freunden: Man reicht das Pad weiter, um die harten Abschnitte zu meistern und die Combos des anderen zu bewundern. Roh und kathartisch, macht es einen Abend zur geteilten Herausforderung, in der jeder weiter kommen will als der Vorgänger.
Lohnt sich Golden Axe 2026 noch?
Die Master-System-Portierung von Golden Axe ist ein ehrlicher Aufwand am Sega-Arcadematerial. Die drei Held*innen wirken weiter unterscheidbar, ihre Reittiere bleiben sinnvoll, und die Fantasy-Identität von Yuria und Co. kommt in 8 Bit sauber durch. Technische Zugeständnisse sind absehbar, und das Spiel ist kürzer und rauer als die Mega-Drive-Fassung, doch das Grundgefühl des mittelalterlichen Beat 'em up trägt. Für Fans und Master-System-Sammler heute ein kurzer, aber netter Retro-Ausflug, besonders zu zweit.