Wii-exklusiver Grindhouse-Spin-off, bewusste Parodie auf B-Movie-Horror mit Blut, Flüchen und absichtlich karikierten Figuren. Solider Railshooter, viele Waffen, thematische Levels (Kanalisation, Anstalt, Sumpf) gut gemacht. Anständiger Schwierigkeitsgrad, lokaler Koop, hervorragende englische Synchronisation. Wirklich einzigartige Atmosphäre im Genre, viel schwarzer Humor. Eine brillante Skurrilität, die ihre Kunstrichtung voll auslebt.
Euer Urteil
Kategorie
Railshooter1 Spieler18+
Beschreibung
Schienen-Shooter, entwickelt von Headstrong Games und von Sega im März 2009 in Europa veröffentlicht. Spezialagent G und sein Partner Washington schalten eine kriminelle Organisation aus, die in kitschigen und blutigen B-Movie-Kulissen Zombie-Experimente durchführt. Das Spielprinzip setzt auf Wiimote-Zielen, übertriebene Zerstückelungen, schrille Grindhouse-Dialoge und monströse Bossgegner. Der Spin-off der House of the Dead-Franchise ist als Horrorfilm im B-Movie-Stil der 1970er Jahre inszeniert.
House of the Dead, The - Overkill im Test
4/5
Art-Design
★★★★★
"Markant"
4/5
Musik
★★★★★
"Hervorragend"
3/5
Story
★★★★★
"Solide"
Alles ist wie eine abgenutzte Filmkopie behandelt. Headstrong Games überzieht den Bildschirm mit Kratzern, verbranntem Staub und Bildsprüngen, schiebt Tafeln ein, die eine fehlende Rolle ankündigen, und setzt seine Titel in der grellen Typografie eines B-Films der siebziger Jahre. Gesättigte Rottöne und heruntergekommene Jahrmarktskulissen vollenden den Pastiche, der bis zum Abspann nicht nachlässt.
Die Musik kommt geradewegs aus den Vorstadtkinos. Federhallgitarren, Funkbass, fettes Blech und Wah-Wah ergeben Stücke, die eine Autoverfolgung von 1974 untermalen könnten, und der Titelsong, mit einer für den Gegenstand viel zu ernsten Stimme gesungen, schließt den Witz ab. Der Abstand zwischen dieser Retroeleganz und dem Gemetzel auf dem Bildschirm macht den ganzen Reiz aus.
Gameplay
"Hervorragend"
Spaß
"Schon in den ersten Sekunden"
Untote in einer bekennenden B-Movie-Orgie wegballern, blutig und urkomisch, bis hin zu den bewusst übertriebenen Dialogen: Dieser Rail-Shooter setzt auf Biss und ungehemmten Humor. Nachladen, genau zielen und Score-Combos auslösen, schenkt ein sofortiges Vergnügen. Zu zweit wird das Gemetzel jubelnd. Spektakulär, durchgedreht und ungemein spaßig, eine herrliche Parodie-Hommage.
Suchtfaktor
"Packend"
Schwierigkeit
"Ausgewogen"
Spieldauer
"Mittel"
Technische Infos
💾2,4 GB📅13/03/2009
Veröffentlicht von Sega
House of the Dead, The - Overkill (Wii): Preis, Wert & Seltenheit
Lohnt sich House of the Dead, The - Overkill 2026 noch?
Ein Rail Shooter von Headstrong und Sega: The House of the Dead Overkill bekennt sich voll zu seiner Hommage an das Grindhouse Exploitationkino, zwischen überzogenen Dialogen, zerkratzter Filmästhetik und stolz derbem Humor. Das Zielen per Remote, das rasende Tempo und das Combosystem beleben ein perfekt auf die Konsole abgestimmtes Ventil. Die ungenierte Vulgarität gefällt nicht jedem. Ein ausgezeichnetes Lightgun Spiel für Freunde von Arcade Shooting und bewussten B Movies.