Ein prächtiges, dunkles und bezauberndes 3D Abenteuer. Der Wechsel zwischen physischer und Geisterwelt ist genial, die Schreibe reif und die Rätsel inspiriert. Ein zu Unrecht vergessenes Meisterwerk.
Euer Urteil
Kategorie
Action-Adventure1 Spieler16+
Beschreibung
Raziel, ein wiedererweckter Vampir, erkundet gotische Kapellen und unterirdische Städte, um sich in diesem Eidos-Actionspiel zu rächen. Herausgegeben von Eidos, erschienen in den Vereinigten Staaten im Januar 2000. Action-Adventure mit Raziel, der die Seelen seiner Feinde aufsaugt, 2D- und 3D-Erkundung, Rätsel und Kampf in gotischen Universen. Amerikanische Version.
Legacy of Kain - Soul Reaver im Test
4/5
Art-Design
★★★★★
"Markant"
4/5
Musik
★★★★★
"Hervorragend"
4/5
Story
★★★★★
"Fesselnd"
Von Crystal Dynamics baut Soul Reaver ein gotisches, verfallenes Nosgoth aus zerstörten Kathedralen und schwindelerregenden Abgründen. Sein visueller Coup, der Echtzeitwechsel zwischen materieller und spektraler Welt, der die Architektur verzerrt, veredelt die Erkundung. Organische Texturen, Raziels hagere Silhouette und fahles Licht schaffen eine dunkle, faszinierende Atmosphäre.
Kurt Harlands Musik hüllt Soul Reaver in dunkles, grabartiges Ambient: höhlenartige Synth-Flächen, spektrale Chöre und dissonante Texturen, die in Echtzeit auf den Weltenwechsel reagieren. Diese organische, sich wandelnde Musik lässt Nosgoths Ruinen atmen und hält ein heiliges Unbehagen und stete Schwere. Ein Klanggewand von seltener Geschlossenheit.
Von Amy Hennig geschrieben, folgt die Geschichte Raziel, dem Leutnant des Vampirs Kain, der in den Abgrund gestürzt und als rachsüchtiger Seelenverschlinger wiedergeboren wird. Shakespearesche Prosa, meisterhafte Sprecher und Themen von Verrat, Schicksal und freiem Willen heben diese Dark Fantasy weit über das Gewöhnliche. Ein ehrgeiziges, einprägsames Skript.
Die NTSC-Ausgabe von Legacy of Kain Soul Reaver ist die US-Fassung von Eidos. Abschluss der Reihe auf der Dreamcast.
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Als direkter Nachfolger von Blood Omen wirft Soul Reaver Raziel in ein melancholisches und brillant geschriebenes Nosgoth. Der Wechsel zwischen materieller und spektraler Ebene ist eine starke Mechanik, die Erkundung und Rätsel prägt. Der Kampf bleibt einfach und die Kamera zuckt gelegentlich, doch gotische Stimmung, die Qualität der englischen Synchronisation und die Kohärenz der Welt halten bewundernswert. Ein Grundstein narrativer Spielekunst, wenn man kleine Schwächen akzeptiert.