Nintendos Picross, einer der größten Game-Boy-Puzzler. Nonogramm-Raster, durch logische Deduktion zu lösen, perfekte Lernkurve, kolossaler Inhalt. Archäologe Mario gibt einen erzählerischen Hauch. Einmal drin, kommt man nicht mehr raus. Pflicht für Kopfpuzzle-Fans.
Euer Urteil
Kategorie
Puzzle1 Spieler3+
Beschreibung
Picross-Logikspiel, in dem der Archäologe Mario versteckte Bilder in Pixelrastern aufdeckt, indem er die richtigen Felder schwärzt. Veröffentlicht von Nintendo, erschienen 1995 in Japan. Fortlaufende Nonogramm-Raster, Hinweise für Zeilen und Spalten, Zeitmodus und steigende Schwierigkeitsgrade.
Mario no Picross im Test
4/5
Art-Design
★★★★★
"Markant"
3/5
Musik
★★★★★
"Einprägsam"
1/5
Story
★★★★★
"Belanglos"
Den Bildschirm nimmt ein beziffertes Raster ein, dessen Lesbarkeit alles bestimmt: Die Ziffern bleiben trotz ihrer winzigen Größe scharf, markierte Felder unterscheiden sich von gestrichenen durch ein Muster statt durch einen Farbwert, und der Zeiger bleibt durchgehend sichtbar. Die grafische Belohnung kommt am Schluss, wenn das gelöste Raster ein Bild freilegt, das man nicht vorhergesehen hatte.
Gameplay
"Meisterhaft"
Die richtigen Felder eines Gitters durch reine Deduktion zu füllen wird rasch hypnotisch, unterstützt von einer für kurze Pausen idealen Steuerung. Der Schwierigkeitsgrad steigt sanft, und die Uhr verlangt Sorgfalt, ohne je zu frustrieren. Diese reine Logikmechanik hat keinen Grund, schlecht zu altern, und die Freude, ein Bild zu vollenden, ist bis heute ungebrochen.
Spaß
"Schon in den ersten Sekunden"
Ein verborgenes Bild Feld für Feld enthüllen, geleitet von simplen Zahlen: Die Picross-Logik schenkt eine ruhige und doch brutal süchtig machende Befriedigung. Jedes gelöste Gitter macht Lust auf das nächste, die Spitzhacke in der Hand. Mario gibt den Vorarbeiter und macht das Schließen einladend. Ein zen-artiges, unerschöpfliches Knobelspiel.
Suchtfaktor
"Süchtigmachend"
Das Gitter Feld für Feld zu erschließen, das Bild auftauchen zu sehen und eine Linie fehlerfrei zu lösen schenkt eine ruhige, aber sehr hartnäckige Befriedigung. Die Rätsel reihen sich in Stufen aneinander, jedes gelöste verlangt nach dem nächsten und der Timer fügt genau die richtige Spannung hinzu. Reine, zeitlose Logik, perfekt für kurze Sitzungen, die man gern verlängert.
Japanische Ausgabe des Picross Gründungstitels von Nintendo, in dem Mario ein Genre einführt, das auf Mainstream Modulen noch unbekannt war. Das japanische Hartcase mit Obi überdauert besser als die westlichen Ausgaben, und der Titel verbindet sich mit Mario no Super Picross, dem direkt in Japan nachgelegten und nie exportierten Nachfolger. Ein Stück, das Jupiter Rätselfans und Mario Vollsammler markieren, die die Ableger jenseits der Plattformer verfolgen.
Ein verkanntes Juwel
Hinter dem vertrauten Schnurrbart steckt eines der süchtigmachendsten Rätsel der Konsole: ein Gitter füllen, indem man Felder aus Zahlen ableitet. Das Picross-Konzept, im Westen damals noch Nische, fand trotz seiner Qualität kein Publikum. Eine sanfte Droge für Fans reiner Logik, bereit, ahnungslos Stunden hineinzuversenken.
Lohnt sich Mario no Picross 2026 noch?
Nintendos erstes Picross zählt weiterhin zu den größten Knobelspielen des Game Boy. Nonogramme werden durch reine logische Ableitung gelöst, und die Lernkurve ist vorbildlich: die ersten Gitter schulen das Auge, spätere führen fortgeschrittene Techniken ein, und die Zeitstrafe hält den Druck angenehm hoch. Mario als Archäologe liefert genau den passenden Rahmen. Inhaltlich bleibt es riesig und spielerisch im Kern zeitlos. Für Freunde kopflastiger Rätsel einer der lohnendsten Game-Boy-Käufe überhaupt.