Retro Studios definiert Metroid in der Ego-Perspektive neu, ohne die Seele der Serie zu verraten. Einsame Erkundung, Scans für Welt und Lore, präzises Gunplay in opulenten Schauplätzen. Absoluter Gipfel des Abenteuerspiels, wohl das beste GameCube-Spiel neben Wind Waker.
Euer Urteil
Kategorie
Ego-Shooter1 Spieler12+
Beschreibung
Samus Aran bekämpft Weltraumpiraten und den Metroid Prime-Parasiten in diesem ersten Nintendo GameCube Metroid-FPS. Herausgegeben von Nintendo, erschienen in Japan im März 2003. Explorations-FPS mit Samus, die Tallon IV erkundet, Feinde scannt, Metroid-Bosse und immersive SF-Atmosphäre.
Metroid Prime im Test
MAX
Art-Design
★★★★★
"Ikonisch"
MAX
Musik
★★★★★
"Legendär"
3/5
Story
★★★★★
"Solide"
Durch Samus' Visier betrachtet, behauptet sich der Planet Tallon IV als fremde Welt von eindringlicher Dichte: Regen, der über den Helm rinnt, feuchte Dschungel, technologische Ruinen. Die Immersion entspringt tausend stimmigen Details statt grellen Effekten. Diese gedämpfte Science-Fiction-Atmosphäre bleibt ein Maßstab des Genres.
Von Kenji Yamamoto stammend, mischt eine atmosphärische Musik elektronische Flächen mit Neuorchestrierungen von Kultthemen und trägt Samus' Isolation. Dezent und dann plötzlich betörend, schmiegt sie sich mit seltener Präzision an die Erkundung von Tallon IV. Diese klangliche Immersion, nie aufdringlich, bleibt ein Vorbild an Atmosphäre.
Gameplay
"Meisterhaft"
Den Scan auf jede Kreatur richten, Ziele anvisieren und die Umgebung wie ein Buch lesen: Die Egoperspektive vermählt sich mit der Erkundung, ohne sie je zu verraten. Zurückzukehren, sobald die richtige Fähigkeit erlangt ist, schenkt eine Goldschmiedfreude. Von verblüffender Immersion und Stimmigkeit, bleibt dieses 3D-Metroidvania ein Maßstab, an dem die Zeit nicht gekratzt hat.
Spaß
"Angenehm"
Suchtfaktor
"Süchtigmachend"
Die Umgebung zu scannen, ein Upgrade zu erlangen und dann ein zuvor unerreichbares Gebiet wieder zu öffnen, eröffnet eine Erkundungsschleife von bemerkenswerter Stimmigkeit. Jede Fähigkeit schaltet neue Durchgänge und Geheimnisse frei und nährt den Drang, alles zu kartieren. Das Zurücklaufen kann im späten Spiel belasten, doch diese verzahnte Erkundung bewahrt eine seltene Sogwirkung.
Schwierigkeit
"Schwer"
Spieldauer
"Lang"
Technische Infos
💾1,1 GB📅28/02/2003
Veröffentlicht von Nintendo
Metroid Prime (GameCube): Preis, Wert & Seltenheit
Die japanische Ausgabe von Metroid Prime ist die Originalpressung des von Retro Studios entwickelten Spiels, in Japan von Nintendo in einer begrenzten lokalen Auflage vertrieben. Ihr Sammlerwert ergibt sich daraus, dass Metroid in Japan nie wirklich Fuß fasste, was die JP-Version paradoxerweise zu einer der am schwersten in vollständigem Originalkarton aufzufindenden Fassungen macht.
Denkwürdige Bosse
Auf Tallon IV macht die Isolation jede gewaltige Kreatur umso eindrucksvoller: den steinernen Thardus, den sich regenerierenden Omega-Piraten oder die donnernde Rückkehr von Meta-Ridley. Der Scan-Visor verwandelt den Kampf in ein Lesen der Schwachstellen und verbindet Beobachtung mit Geschick. Eine gedämpfte Atmosphäre und plötzliche Auftritte verleihen diesen Duellen eine einsame Intensität, die im Gedächtnis bleibt.
Ein Kult-Cover
Ein enger Bildausschnitt auf Samus' Visier, in dem das Glimmen einer feindlichen Welt spiegelt: Der Helm füllt fast den ganzen Raum und zieht den Blick auf das, was er verbirgt. Metallische Grüntöne und ein inneres Leuchten vermitteln High-Tech-Einsamkeit und Ego-Erkundung. Kühl und magnetisch, kündigt es den geglückten 3D-Sprung der Kopfgeldjägerin an.
Lohnt sich Metroid Prime 2026 noch?
Das erste 3D Metroid, entwickelt von Retro Studios unter Aufsicht von Nintendo, etabliert Metroid Prime eine bisher ungekannte kontemplative FPS Vision. Die Erkundung von Tallon IV, das Gefühl der Isolation und das Lesen der Scans erzeugen eine einzigartige Immersion. Das Scan Visor erneuert die Umgebungserzählung, und die ins Dreidimensionale übertragene Metroidvania Meisterschaft nötigt Bewunderung ab. Ein absolutes, bislang unerreichtes Meisterwerk.